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Frag einen Steuerberater zum Thema Sonstige Frage an Steuerberater

steuerschädigung lebensversicherung

möchte eine Eigentumswohnung in Höhe von 160.000 kaufen. einen teilbetrag werde ich in 5 Jahren 10 Monaten mit meiner dann fälligen lebensversicherung in höhe von 65.000 ablösen wollen. die wohnung möchte ich bis zur selbstnutzung fremdvermieten. nun meldet das kreditinstitut bedenken wegen steuerschädigung an.

mein nettoeinkommen beträgt 913,00 Euro. können sie mir die Steuerschädigung in Euro in etwa ausrechnen?

danke im voraus!

Matthias Wander

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Grund Ihrer Angaben und vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung beantworten möchte.

Wird ein Darlehen, dessen Finanzierungskosten Werbungskosten oder Betriebsausgaben sind, über eine Lebensversicherung abgesicht, liegt eine steuerschädliche Verwendung der Lebensversicherung vor mit der Folge, dass die Beiträge an die Versicherung nicht mehr als Sonderausgaben abzugsfähig und die erzielten Überschüsse aus der Lebensversicherung voll steuerpflichtig sind.

Werden mit dem Darlehen allerdings ausschließlich und unmittelbar Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsguts finanziert liegt keine steuerschädliche Verwendung der Lebensversicherung vor.

M. E. liegt bei Ihnen keine steuerschädliche Verwendung der Lebensversicherung vor, da das Darlehen ausschließlich für den Kauf der ETW verwendet wird und bei einer Selbstnutzung die Finanzierungskosten weder Werbungskosten noch Betriebsausgaben sind.

Ich hoffe, Ihnen hiermit einen ersten Überblick gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Wander
Steuerberater

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"Vielen Dank, Herr Wilking, dies hilft mir weiter, da es meine Vermutung über die unklare Rechtslage bestätigt. Zumal mein Angebot als Freiberufler für Blinde und Taub-Blinde im Prinzip wertlos ist oder zumindest mir so erscheint. Ihre Einschätzung zur Barrierefreiheit und zum Abmahnrisiko hat in mir in jedem Fall wieder die Hoffnung keimen lassen, dass die Gerichte in Deutschland auch pragmatisch entscheiden können."
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Matthias Wander