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Penisschmerzen und Penisverkrümmung

Gefragt am 29.10.2020
14:32 Uhr | Einsatz: € 50,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 89

 

Hallo, ich bin männlich, 60 Jahre alt. Im Oktober 2016 wurde ich an einem Rektumkarzinom operiert. Im Anschluss stellte man bei mir einen Gendefekt fest. HNPCC. Habe seit der Operation erhebliche Stuhlprobleme, Häufigkeit und Konsistenz. Nehme seit ca. 2 Jahren alle 2 Tage eine Lopädium. Damit geht es einigermaßen. Regelmäßige Kontrolle beim Onkologen. Im Februar 2020 hatte ich das Gefühl, einen Fremdkörper in meinem linken Penisschaft zu haben verbunden mit einem dauerhaften Ziehen um die Eichel herum und Harndrang, ging deshalb zu einem Urologen. Davon habe der Urologe keine Ahnung, sagte er.
Bei der Gelegenheit habe ich nach 5 Jahren einen PSA-Test machen lassen. Vor 5 Jahren lag der Wert bei 6,5. Bereits vor 5 Jahren hatte ich eine größere Prostata und seit fast 20 Jahren eine erektile Dysfunktion. Der PSA-Wert im März 2020 betrug 10,0 und im Urin wurde eine Mikrohämaturie diagnostiziert. 10 Tage Antibiotikum. Prostata ca. 67 ml groß.
Danach PSA-Wert 8,0 aber immer noch Blut im Urin. Im April 2020 zum Nephrologen, danach Blasenspiegelung. Der Nephrologe diagnostizierte die Blutkörperchen im Urin als sowohl vor der Niere und auch nach der Niere. Ferner stellte er einen Diabetes Mellitus Typ 2, Bluthochdruck, zwei Nierenzysten, einen prominenten Bauchspeicheldrüsenkopf und große Nieren fest. Die Blasenspiegelung ergab keinen neuen Befund. Ein Prostatalappen ragt in die Harnröhre. Habe seit Mai 2020 ca. 8 Kg Gewicht abgenommen, möchte noch weitere 5 Kg abnehmen. Bin 184 cm groß und wiege jetzt 90 Kg. Bluthochdruck hat sich in einer 24 Std. Messung vom Hausarzt und von mir danach nahezu täglich kontrolliert, nicht bestätigt. Schwankt früh morgens zwischen 130/90 und 125/85. Der Nüchternzucker liegt zwischen 125 und 150 mg/dl, sinkt 2,5 Std nach einer Mahlzeit auf 102 oder 105 mg/dl.
Etwa 1,5 Wochen nach der Blasenspiegelung bekam ich starke Schmerzen am Harnröhrenausgang und Fieber 39,8°. Der ärztliche Notdienst verschrieb mir samstags Antibiotikum für 7 Tage, Urologe verschrieb für weitere 14 Tage das Antibiotikum. Beschwerden deutlich besser, nicht weg. 4 Wochen später PSA-Kontrolle. PSA-Wert dann 6,5. Prostatabiopsie habe ich abgelehnt. Nehme seit August täglich 1 Tamsulosin. Wirkt so lala. In zwei Wochen, Mitte November 2020, folgt Prostata-MRT statt Biopsie. Die Penisschmerzen sind geblieben. Mal stärker mal schwächer. Könnten eine Spätfolge der Darm-OP sein und wären dann chronisch, sagt der Arzt. Seit ca. Juli 2020 habe ich auch noch eine Penisverkrümmung, nach oben abknickend (ca. 30°) im erigierten Zustand. Die Verkrümmung sei vermutlich eine Plaque Ablagerung. Passiert schon mal, geht manchmal so wieder weg, manchmal nicht. Operation sei möglich aber nicht erfolgversprechend, sagt der Arzt. Ziehen um die Eichel und öfter Stechen beim Urinieren in der Penisspitze bleibt. An manchen Tagen drückt mein gesamter Unterbauch, als hätte ich eine Rolle Stacheldraht im Bauch. Bin dann völlig kaputt, fühle mich sehr unwohl. Nehme gegen die Schmerzen fast täglich 1-2 Ibuprofen 400mg. Kann man machen sagt der Arzt. Vielmehr geht aber nicht.
Ich bin mit dieser Situation total unzufrieden. Mir scheint, die Urologen haben sich auf die Prostata fixiert. Behandelnder Urologe, Vertreter vom Urologen und Krankenhausurologe bei der Voruntersuchung zum MRT. Verstehe nicht genau warum? Große Prostata, höherer PSA-Wert, fertig. Referenz liegt bei 4,0. Aber Rektumkarzinom, HNPCC, kann nur irgendein Krebs ein. Nein, ich glaube das nicht. Habe schon mal gedacht, ich gehe zu einem fremden Urologen und sage dem von den Vorerkrankungen gar nichts. Habe aber Sorge, dass nach der ersten Untersuchung und Befund „große Prostata“ das gleiche ergebnislose und unbefriedigende Prozedere wieder von vorne beginnt.
Mache die terminierte MRT-Untersuchung der Prostata. Danach mache ich nicht mehr mit. Wollte seit Februar 2020 meinen Penis behandeln lassen, nicht die Prostata. Das läuft irgendwie an mir vorbei. Wo soll ich hingehen? Wer kann helfen? Was könnte die Ursache der Penis-Beschwerden sein? Vielen Dank im Voraus, viele Grüße

Fragesteller Fragesteller Gefragt am 29.10.2020
14:32 Uhr
Dr. Med. Thomas Kreutzig-Langenfeld Dr. Med. Thomas Kreutzig-Langenfeld Beantwortet am 29.10.2020
18:02 Uhr

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Beantwortet am 29.10.2020 18:02 Uhr | Einsatz: € 50,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 89

Antwort von Dr. Med. Thomas Kreutzig-Langenfeld (Frage zu Urologie)

Im Wesentlichen sehe ich 2 urologische Probleme, die aber nichts miteinander zu tun haben.
Schmerz im Penis und die Verkrümmung dürfte eine sog. Induratio penis plastica sein. Hier kann man eine konservative Therapie versuchen (Penis-Strecker und PDE-5-Hemmer). Wenn die Krümmung den Geschlechtsverkehr unmöglich macht, ist eine OP ein Weg ...



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