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Nackenprobleme mit Ohrendruck und Versteifung

Gefragt am 16.04.2014
12:09 Uhr | Einsatz: € 150,00 | Status: Bewertet | Aufrufe: 3037 | Bewertung 5/5

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Tatsache, hier in einem Onlineportal eine Frage zu gesundheitlichen Umständen zu stellen ist für mich ein Beweis meiner Hilflosigkeit. Mir ist bewusst, dass es ohne eingehende Untersuchung natürlich sehr schwer ist eine Diagnose zu treffen - daher schildere ich meine Beschwerden so gut als irgend möglich und kann auch entsprechende Untersuchungsergebnisse beisteuern. Verzeihen Sie daher die doch ausführliche Darlegung der Problematik.

Kurz zu mir: 40, männlich, etwas übergewichtig, Raucher, kein Alkohol, normale Ernährungsgewohnheiten. Überwiegend sitzender Beruf (PC-Arbeit), alles schon recht ergonomisch gestaltet, mit vielen Bewegungspausen (da selbstständig kann ich es zum Glück so gestalten).

Meine Problematik:

Seit nunmehr 2 - 3 Jahren habe ich Last mit dem Rücken. Das ist nicht sonderlich schlimm und durchaus nichts Seltenes. Bei einem MRT der LWS wurde ein kleiner Riss in der Bandscheibe entdeckt und eine leichte Vorwölbung der HWS. MRTs wurden übrigens insgesamt 9 erstellt, auch Gleitwirbelröntgen und vieles mehr. Blut auf den Kopf gestellt. Es wurden keine auffälligen Werte festgestellt, ausser ein latenter Vitamin-D Mangel und Vitamin B12 an der Grenze. Und: Meine Entzündungswerte sind immer minimal (7 anstatt 5) erhöht. HIV negativ und Immuntilter (ich hoffe das heisst so?) waren ebenso absolut ohne Auffälligkeiten so das eventuelle Immunschwächen oder Krankheiten in diese Richtung ausgeschlossen wurden. Auch Borelliose: Ohne Befunde. Schilddrüse: Ohne Befunde. Ich habe für jeden Bereich teils 2 Fachärzte aufgesucht um so weit als möglich sicher zu gehen das ggf. nichts übersehen oder falsch interpretiert wurde. Auch neurologisch keine Auffälligkeiten Herz okay, Lunge ebenfalls (trotz des Rauchens).

Das Einzige, dass ich seit wenigen Tagen mit absoluter Gewissheit als Diagnose darlegen kann ist eine atopische Dermatitis die phasenweise kurz vorm Ausbruch zu stehen scheint. Mal brennt die Haut hier, mal da, mal ist es im Gesicht am Ansatz von Haaren schorfig, mal die Kopfhaut, mal an den Beinen Pickel, mal am Oberkörper.

Nun, mein Nacken war ebenfalls schon immer das Problem, die Psychoschiene wurde durch den Versuch mit dem Einsatz von Antidepressiva ausgereizt - ohne Erfolg. Auch kombinierte Mittel wie Cymbalta gegen Schmerzen und Depressionen brachten nichts. Seit einigen Monaten jedoch ist mein Nacken bzw. der gesamte Oberkörper ohne Vorwarnung eine wahre Betonlandschaft. Ich kann das plötzliche Auftreten ebenso wenig einem vorangegangenen Ereignis (Stress, Ernährung, falsche Bewegung, Kälte, Wärme) zuordnen wie das plötzliche Verschwinden (von jetzt auf gleich). Subjektiv habe ich den Eindruck, dass zumindest das Wetter einen stärkeren Einfluss auf mich, respektive auf meinen Nacken hat. Oder eher vermutet: Der Wechsel des Wetters oder der Wechsel von Temperaturen - von kalt draussen auf warm drinnen. Kälte liegt mir übrigens generell mehr als Wärme, ich bin kein Sonnenanbeter.

Das skurrile an der Sache ist: Bereits 3 mal hat ein Orthopäde mir den 3ten und 4ten Brustwirbel wieder eingerenkt - konnte aber nichts dazu sagen warum die immer und immer wieder ausrenken, auch ohne eine für mich erkennbare Überbelastung oder Fehlhaltung. Im Gegenteil: Wenn die Nackenschmerzen kommen und ich z.B. einen schweren Schrank im Rahmen eines Umzuges von A nach B schiebe oder mit jemandem die Treppe herunter trage: Sind die Schmerzen für 2 Stunden weg. Und ebenso skurril sind auch die Begleiterscheinungen, denn seit neuestem ist es nicht einfach nur mal ein bisschen Schwindel oder mal Schluckbeschwerden oder mal ein ziehen. Nein: Ich bekomme einen ekelhaften Druck in den Ohren, so als sei ich 10 Meter tief getaucht. Aber auch der HNO- so wie ein Augenarzt haben absolut nichts gefunden, trotz sehr eindringlicher Untersuchung mit allem möglichen Gerät. Bestätigen kann ich allenfalls noch eine Parodontitis (wird behandelt), aber 2 Orthopäden meinten anhand von bestimmten Bewegungen, dass CMD ausgeschlossen sei.

Wärmeeinfluss, direkte Kälte auf die Stelle: Alles nicht von Erfolg begleitet. Physio macht es schlimmer, Tens (Reizstrom) ohne Wirkung, selbst Osteopathie, Akkupunktur und Massagen: Wirkungslos. Medikationen sind aufgrund meiner Hautproblematik heikel. Das einzige Mittel das ich ansatzweise vertrage und das überhaupt etwas Wirkung zeigt: Ibuprofen. Und seltsamer Weise: Je geringer die Grunddosis und je kürzer die Intervalle bei der Einnahme - desto besser die Wirkung. Will sagen: 6 Ibu 200 alle 2 Stunden wirken besser als 3 Ibu 400 alle 4 Stunden. Der Versuch mit Ibu 800 Retard am abend und am morgen brachte absolut keine Veränderung. Novamisulfon: Ohne Wirkung. Paracetamol: Ohne Wirkung. Diclo: Wirkt etwas aber kooperiert nicht mit meiner Haut und meinem Magen (trotz Magenschutz). Ich nehme Ibu aber nur sehr, sehr selten und nur wenn es besonders schlimm ist.

Ich weiss langsam nicht mehr weiter und vermute entweder doch eine besondere Form von Rheuma (es wurde bisher nie eine intensive Knochenmessung vorgenommen) oder (was ja recht neu erforscht wird): Eine Problematik des Bindegewebes von dem man ja inzwischen weiss, dass es eigenständig Schmerzen verursachen und intensive Probleme im Rücken- und Nackenbereich auslösen kann. Denn wenn ich mich in bestimmten Positionen vorsichtig dehne (und ich bin als Mann aussergewöhnlich intensiv dehnbar, so auch ein Orthopäde) durchzieht mein Körper für ca. 30 Minuten ein sehr wohliges, entspanntes Gefühl. Ob das an der Dehnung des Bindegewebes liegt was ja dann so weit bekannt mehr Eiweiß produziert und so zu sagen entknittert wird? Das zumindest sind neue Ergebnisse der Forschung.

Oder haben Sie ob meiner ausführlichen Schilderungen einen ganz anderen Verdachtsmoment und welcher Arzt ist der richtige, was kann ich tun das ich noch nicht getan habe? Vielen Dank im Voraus für jede Hilfe, jeden Hinweis.

Fragesteller Fragesteller Gefragt am 16.04.2014
12:09 Uhr
Dr. med. Kathrin Hamann Dr. med. Kathrin Hamann Beantwortet am 16.04.2014
13:39 Uhr

Frage stellen
Beantwortet am 16.04.2014 13:39 Uhr | Einsatz: € 150,00 | Status: Bewertet | Aufrufe: 3037 | Bewertung 5/5

Antwort von Dr. med. Kathrin Hamann (Frage zu Orthopädie)

Guten Tag,

Gern helfe ich ihnen weiter, auch wenn ich mich auf beschreibende Tipps beschränken muss, ob der begrenzten Optionen online und fehlenden Untersuchungsmöglichkeiten.

So wie sie es schildern ist durchaus eine Ursache aus dem rheumatischen Formenkreis denkbar. Dies ließe sich durch eine umfangreichere Untersuchung abklären. Zum einen spezielle Suche nach Antikörpern im Blut (ANA udn ENA), sowie die Anti-CCP und dem Rheumafaktor (falls noch nicht bestimmt) ...



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