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Arthroskopie Meniskus oder nicht?

Gefragt am 05.01.2014
02:00 Uhr | Einsatz: € 30,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 2399

 

Hallo,
ich stehe vor der Frage, ob ich eine Arthroskopie des Kniegelenks durchführen lassen soll.
Ich bin 69 Jahre, schon als Schülerin und Sportstudentin hatte ich Meniskusbeschwerden in beiden Knien, lag in Krankenhäusern, Gips, Ruhe... Zuletzt 1964 in der Uniklinik Kiel, die degenerierte Menisken attestierte, Operation damals aussichtslos. Ich brach das Sportstudium ab, machte 10 Jahre sportlich gar nichts, fing danach wieder an mit Tanzen, Walking etc. Ich spürte keine Beschwerden bis vor 6 Wochen (also über 40 Jahre lang) - da wachte ich morgens mit den mir von früher bekannten Beschwerden auf, stechender Schmerz am Innenmeniskus rechts, Schwierigkeiten beim Beugen und Strecken des Beines. (Vorher hatte ich mehrere Theateraufführungen mit Tanzeinlagen hinter mich gebracht). MRT und CT brachten folgendes Ergebnis: Innenmeniskusvorder- und Hinterhorn sind nur noch angedeutet und deutlich hyperintens abgrenzbar. Der Außenmeniskus ist intakt. Vorderes und hinteres Kreuzband sind unauffällig. Regelrechte Kollateralbänder.. Der Knorpel in der medialen und lateralen Hauptbelastungszone ist schmächtig und weist medial deutliche Defekte auf.Der retropatellare Knorpel weist Defekte an der medialen Facette auf. Kein subchondrales Ödem. (Also): Nahezu völlig aufgelöster bzw. resorbierter Innenmeniskus. Intakte Bänder.
Aber außerdem: Insuffienzfraktur des dorsomedialen Tibiakopfes. Kein Fragmentversatz.
Die ganze Prozedur: Orthopäde, MRT, CT, wieder Orthopäde, Kliniktermin hat bis jetzt fast 6 Wochen gedauert. In dieser Zeit - mit Ruhestellung - hab ich jetzt keine Knieschmerzen mehr, kann sogar - allerdings mit spürbaren Überdehnungen schmerzlos in die Hocke gehen. Was ich spüre, ist ein Unsicherheit unterhalb der Kniescheibe, kein Schmerz, aber ein nicht definierbares Warnzeichen: Vorsicht! Und das hab ich berücksichtigt - Ruhestellung.
Am Mittwoch ist mein Kliniktermin -
und ich hätte gern eine zweite Meinung: Mein Orthopäde riet mir - in ziemlichem Praxisstress und sehr kurzer Aussprache zur OP und gab mir auch gleich den Chirurgen an (St Jürgens-Krankenhaus Bremen), bei dem ich nun am Mittwoch einen Termin habe.
Dass mein Meniskus Defizite aufweist, dass der Tibia-Bruch ein \\\"Ermüdungsbruch\\\" ist, weiß ich - eine fortschreitende Arteriosklerose -
Aber: Ich habe soviel über misslungene Arthroskopien gelesen - ich habe im Moment keine Schmerzen - trau mich zwar noch nicht wieder zu tanzen -
40 Jahre hab ich trotz klarer Meniskusschädendiagnostik alles machen können, was ich wollte, ist das nach weiterer Ruhestellung - ohne OP - im seniorengerechten Sportausmaß (Tanzen, Radfahren) nicht auch weiterhin möglich?
Wie ist Ihre Meinung?

Fragesteller Fragesteller Gefragt am 05.01.2014
02:00 Uhr
Dr.med. Tobias Theben Dr.med. Tobias Theben Beantwortet am 05.01.2014
10:48 Uhr

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Beantwortet am 05.01.2014 10:48 Uhr | Einsatz: € 30,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 2399

Antwort von Dr.med. Tobias Theben (Frage zu Orthopädie)

Sehr geehrte Patientin,

anhand der von Ihnen dargestellten Situation ist vor allem eines wichtig festzustellen: nämlich ihre aktuelle Beschwerdefreiheit, sogar unter normaler Alltagsbelastung (!!) - es gibt es nur sehr wenig akute Ausnahmefälle, in denen man selbst einem beschwerdefreien Patienten in der Orthopädie zu einem Eingriff raten sollte. In ihrem Fall rate ich undbedingt zu einem abwartenden Vorgehen, am besten jedoch nach Rücksprache mit Ihrem Operateur. Ausschlaggebend für Ihre Entscheidung sollten letztlich immer ihre Beschwerden sein und nicht ein inzwischen vereinbarter OP-Termin.

Nach langjähriger Beschwerdefreiheit von 40 Jahren hat sich der Innenmeniskus bei Ihnen zwar umfangreich degenerativ verändert (\"verschlissen\") - er mag partiell nicht mehr abgrenzbar sein. Solange er sie nicht regelmäßig zankt, gibt es doch keine wirkliche Aussicht durch eine Gelenkspiegelung hier wirklich etwas bahnbrechend zu verbessern - und gewisse Risiken, da haben Sie vollkommen recht, muss man zusätzlich für jeden Eingriff mit einkalkulieren ...



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