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Kategorie: Sonstige Fragen an Hundetrainer
Frage: Zweiten Hund
Einsatz: € 20,00

Wir haben einen 11 Jahre alten kastrierten Labrador Rüden. Ich möchte schon länger gerne einen Zweiten Hund haben. Meine Eltern sind nicht so begeistert davon. Der zweite Hund würde eine Husky Labrador Rüde 1 Jahr alt sein. Wir haben ein großes Haus und einen sehr großen Garten der komplett eingezäunt ist. ( Wir wohnen auf dem Land, Pferde Kühe)
Ich habe zu meinen Eltern gesagt das ich (ich bin 21 Jahre alt)die komplette Verantwortung für beide übernehme. Und Sie brauchen sich nicht darum zu kümmern. Hinzu kommt das unser 11 Jahre alter Hund sehr lustlos wird und nicht mehr richtig was tun mag. Ich habe von einigen gehört das es für den älteren Hund positiv ist wenn ein jüngerer Hund kommt stimmt das ?

Außerdem ist meine Meinung wenn unser Hund mal nicht mehr das ist (was eine grauhenhafte Vorstellung für mich ist), dann hat man immer noch den zweiten Hund an dem man sich halten kann.
Ich würde mich wirklich sehr über einen Rat freuen.

Marina

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Antwort

Beantwortet von Marianne Hoyer (Profil ansehen)

Hallo Marina,

sehr häufig ist es von Vorteil, einen jungen Hund dazu zu nehmen, da in der Regel die junge Generation die ältere wieder zu mehr Aktivitäten motiviert, Voraussetzung ist, das beide Hunde nicht zu dominant sind und ein normales Sozialverhalten zeigen.

Am besten bringt man die beiden zusammen, wenn die ersten begegnungen auf neutralem Boden stattfinden, d. h. Spazieren gehen außerhalb im Grünen, erst beide angeleint. Die erste Reaktion aufeinender wird nach ca. 10 - 15 Min. durch die vielen interessanten Eindrücke unterwegs nachlassen. Wenn sich keiner mehr an den anderen interessiert, den ersten Hund ableinen. Für gewöhnlich schnüffelt jeder Hund weiterhin seine "wichtigen Dinge" ab und interessiert sich nicht für den anderen Hund, dann den 2. Hund ableinen.

Sie werden sich dann langsam annähern, weil der Schwerpunkt für beide das erkunden ist und zu zweit macht es dann noch mehr Spass.

Beide Hunde sollten das ableinen nur beiläufig oder besser gar nicht registrieren. Dieses also bitte ziemlich unbemerkt handhaben.

Haben beide sich erstmal angefreundet, kann ein Zweithund wirklich eine Bereicherung sein.

Zu berücksichtigen ist allerdings, das ein 1-jähriger Hund noch mehr Aktivitäten, Beschäftigung und Erziehung braucht als ein 11-jähriger Hund.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Marianne Hoyer
Trainingszentrum für Hunde
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