Kategorie: Welpen und Junghunde |
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Frage: Stöckchenholen beibringen |
| Gefragt am 28.05.2010 17:00 Uhr | Einsatz: € 15,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1034 |
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Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen)
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Beantwortet von Anja Haufs (Profil ansehen)
Hallo Charly,
als erstes muss ich Ihnen erst einmal eine Illusion nehmen, vom „Stöckchen bringen“ möchte ich Ihnen ernsthaft abraten. Das hat mehrere Gründe: 1. Die Verletzungsgefahr ist gross, zum einen haben wir als Hundetrainer schon böse Unfälle gesehen die durch Äste passiert sind. Zum anderen kauen Hunde auch gerne auf ihrer Beute, nichts anderes ist ja so ein Stöckchen, herum. Dabei können sich kleinste Splitter in die Schleimhaut des Fangs bohren, oder auch zwischen Zähne und Schleimhaut und man hat sehr schnell die heftigsten Entzündungen, von denen man sich fragt, „woher kommt das denn jetzt?“. 2. Solche Stöckchen werden vom Hund gerne auch zum Imponieren benutzt. Oft sieht man Hunde die mit hoch aufgerichtetem Kopf und Rute, federnder Gangart ihre Äste präsentieren, an den Mensch oder auch an andere Hunde gerichtet, „ guck mal, bin ich nicht toll“. Stöckchen können also auch eine Ressource sein, die zum Ausdruck des Status vom Hund genutzt werden. 3. Sobald ein Stöckchen im Spiel ist, kann es auch immer wieder zu Streitigkeiten mit anderen, fremden Hunden kommen. Andere Hunde könnten Beuteaggressiv reagieren und heftigst versuchen die Beute für sich zu erobern. Es wäre also gut wenn Ihr Hund gar kein Interesse an Stöckchen hat. Was Sie machen können, bieten Sie Ihrem Labrador ein Apportieren mit einem Spielzeug an, das könnte ein Kong oder ähnliches, oder auch ein Futterbeutel sein. Der Kong, wird er geworfen, springt z.B. beim Aufschlagen auf den Boden uneinschätzbar hin und her und ahmt so eine Beute nach, der es Spass macht hinterher zu jagen und zu fangen. Der Futterbeutel ist interessant, weil darin tolle Leckerchen sein können, an die Ihr Hund aber erst durch Ihre Hilfe kommt. Nämlich wenn er den Beutel bringt und dann von Ihnen aus dem Beutel belohnt wird. Versuchen Sie es doch mit einem Kong, oder ähnlichen Bällen. Machen Sie die Beute interessant indem Sie den Ball vor Hundes Nase an der Schnur über den Boden ziehen. Lässt sich Ihr Hund damit animieren und fängt an hinterher zu springen, nimmt den Ball sogar ins Maul, dann loben Sie ihn und halten ihm ein Leckerchen als Belohnung unter die Nase. Meist wird die Beute dann fallen gelassen, Hund wird belohnt, dann kann das Spiel von vorne losgehen. Aber Vorsicht, junge Hunde neigen auch hier gerne dazu mit der Beute zu „flüchten“ und es bedeutet für sie einen Riesenspass wenn ihr Mensch dann hinter ihnen hersaust und versucht Hund die Beute wieder abzujagen. Um in diesem Fall vorzubeugen, bauen Sie das Apportieren immer an der Schleppleine auf, die Sie an der Schlaufe in der Hand haben. So haben Sie die Möglichkeit Ihren Hund zu sich zurückzuholen, sollte er versuchen den Ball für sich in Sicherheit zu bringen. Hat er den Ball noch im Maul wenn Sie ihn an der Leine wieder „zurückangeln“, dann wieder Leckerchen unter die Nase, der Ball fällt, das Spiel kann wieder los gehen. Versuchen Sie dieses Apportieren/Beute interessant machen zuerst in reizfreier Umgebung, heisst in Ihrer Wohnung, z.B. im langen Flur oder im grossen Wohnzimmer. Klappt es hier gut, gehen Sie hinaus in Ihren Garten, wird auch hier der Ball zuverlässig gebracht, können Sie das Spiel in Ihre Spaziergänge einbauen. Viel Freude beim Training Anja Haufs -Leinenstolz- |
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