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Kategorie: Angst (Trauma)
Frage: Erschrecken
Einsatz: € 10,00
Bewertung: 4,3 (von 5 Sternen)

Liebes Team! Unser Dackel ist äusserst empfindlich. Wenn es Geräusche gibt - sei es, dass ein Vergaser knallt oder eine Tür zugeschlagen wird, erschreckt er sich immer dermaßen, dass er kläfft und wild durch die Wohnung läuft. Auch beim Gassi gehen äussert sich das in dauerndem Bellen - vielleicht auch vor Angst. Was können wir tun ihn zu beruhigen? Danke

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Antwort

Beantwortet von Anja Haufs (Profil ansehen)

Hallo lieber Dackel Besitzer,

bitte versuchen Sie in solchen Situationen nicht Ihren Hund durch Ansprechen zu beruhigen, je mehr Sie reden desto besonderer wird die „gefährliche“ Situation für Ihren Dackel und er regt sich noch mehr auf.

Folgendes können Sie tun:

geschieht das Kläffen, Bellen, aufgeregt hin und her laufen in Ihrer Wohnung, schauen Sie sich die Richtung an in die Ihr Hund sein Verhalten richtet. Ist es z.B. in Richtung eines Raumes oder eines bestimmten Fensters oder der Wohnungstür, dann unterbrechen Sie das was Sie grade tun und gehen in die Richtung in die Ihr Hund sein Verhalten zeigt, ohne Ihrem Hund Beachtung zu schenken und ohne Blickkontakt zu ihm aufzunehmen, sprechen Sie ihn nicht an. Schauen Sie in Richtung der „Gefahr“ nach, ist es in Richtung Fenster gerichtet, dann werfen Sie einen Blick nach draussen, „sichern“ Sie so das Territorium.
Gleiches Verhalten können Sie auch an der Wohnungstür bzw. in Richtung des Raumes zeigen, in die Ihr Hund aufregt bellt, öffnen Sie z.B. Ihre Wohnungstür, machen einen Schritt vor die Tür und schauen Sie sich kurz um. Auch wenn es nicht so aussieht, Ihr Hund wird auch in seiner Aufregung Ihr Verhalten beobachten/bemerken, Sie zeigen ihm mit Ihrem Tun das Sie für die Sicherheit des Rudels sorgen.
Haben Sie nun die „Gefahr“ vor der Ihr Hund warnt, beachtet machen Sie mit dem weiter dass Sie unterbrochen haben, auch wieder ohne Ihren Hund zu beachten und mit ihm zu reden.

Ähnlich können Sie sich auch draussen verhalten:

achten Sie darauf in welche Richtung Ihr Dackel sein Verhalten richtet, oft sind es Objekte wie herum fliegende Zeitungen oder Plastikbeutel, gerne wird auch die Mülltonne des Abends angebellt, die beim morgendlichen Spaziergang noch nicht da stand.
Prima ist es in solchen Situationen, sind Sie zu zweit, einer von Ihnen übernimmt (sichert) den Hund an der Leine und bleibt in Abstand von der „Gefahr“, der Andere geht auf das Objekt zu und „untersucht“ es, man geht darum herum, Tüten oder Zeitungen kann man mit dem Fuss anschubsen oder anheben, in Mülltonnen kann man auch einmal hineinschauen (auch wenn die Nachbarn oder Passanten einen für verrückt halten). Derjenige der die „Gefahr“ untersucht hat, geht wieder zurück und man setzt den Spaziergang kommentarlos fort.
Auch hier gilt, bitte ignorieren Sie Ihren Hund, reden nicht auf ihn ein, nehmen Sie keinen Blickkontakt auf, das alles würde die Situation für Ihren Dackel wieder besonders erscheinen lassen und er regt sich nur noch mehr auf.

In der Anfangszeit wird diese Art des Trainings anstrengend für Sie sein und Sie haben einen weiten Weg vor sich. Das Verhalten das Ihr Hund zeigt, ist nichts was Sie auf die Schnelle abstellen können, Sie brauchen viel Geduld!
Sie sollten bei jedem Bellen Ihres Hundes auf die oben beschriebene Art und Weise reagieren. Im Lauf der Zeit wird sich das Verhalten Ihres Hundes abschwächen und wird weniger werden.

Ich möchte Ihnen raten kompetente Hilfe von einem Hundetrainer in Anspruch zu nehmen, der Sie beim Training unterstützt und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Mit herzlichen Grüssen
Anja Haufs
-Leinenstolz-
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