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Kategorie: Sonstige Fragen an Hundetrainer

Frage: Aggresives Verhalten anderen hunden gegenüber

Gefragt am 01.06.2011 20:58 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1020

Seit drei jahren lebt eine Yorkihündin(kastr)bei uns ,sie wurde ausgesetzt,ist sehr lebhaft ,aber auch ängstlich und änhänglich zu ihrer Bezugsperson.Wenn wir mit den Auto fahren und durchfahren einen Tunnel oder eine Unterführung da vergricht sie sich meisten untern
Vordersitz.aber das ist nicht mein Problem
wenn ich Gassi gehe kann ich Sie nicht ableinen weil Sie nicht abrufbar ist darum habe ich mir eine Flexileine zugelegt,begegnen wir anderen Passanten bellt Sie meisten nur ,aber ist ein Hund dabei geht es zur Sache ist der andere abgeleint und ich ziehe Sie weg beisst Sie mich meistens ins Hosenbein ,ist Sie auch abgeleint geht Sie auf den anderen Hund los und schnappt ihn in die Schauze bis jetzt ist es immer gut gegangen aber alle lassen sich das nicht gefallen egal ob Hündin,Rüde.Ich habe Sie auch schon abglenkt und auf mich fixiert,aber wenn der "Feind" sich nähert ist alles andere interressant.In unseren Haushalt lebt noch ein Yokri (Rüde)4 Jahre ,die beiden verstehen vom ersten Tag an.
Danke im voraus ,vieleicht können Sie mir helfen.

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Antwort

Beantwortet von Alexandra Angrick (Profil ansehen)

Lieber Hundefreund,


Es ist nicht leicht, über die Ferne aggressives Verhalten von Hunden zu beurteilen. Ich möchte Ihnen aber dennoch ein paar Infos und Tipps mitgeben.
Ich würde nach Ihren Beschreibungen Ihren Hund eher als unsicher bezeichnen. Leider ist das auch häufig bei kleinen Hunden so. Der Grund hierfür liegt meist darin, dass die Sozialisation mit anderen Hund oft nicht leicht ist. Kleine Hund haben oft gelernt, dass die "Großen" viel zu grob mit ihnen umgehen. Das muss nicht beabsichtigt sein, große Hunde wollen mit der Pfote nur "Hallo" sagen und schon hat der kleine Hund eine Beule. So kann es dann zu aggressivem Verhalten kommen! Ihr Hund sagt sich: "Ich starte, bevor der andere Hund mir zu nahe kommt, eine Beißattacke, um ihn auf Distanz zu halten". Wenn es für Ihren Hund sehr existentiell ist, dann ist es für ihn nicht möglich sich auf Ihre Ablenkung zu konzentrieren und bei so einer Bedrohung kann man nicht entspannt essen.
Dass er dann auch noch in der Situation nach Ihnen schnappt, ist sicherlich nicht schön! Einige Hunde machen das aus Frust! Die anderen sagen: "Hey, Finger weg - ich kläre das." Was genau bei Ihnen der Fall ist, kann ich aus der Ferne leider nicht sagen.


So nun zu ein paar Tipps.

Hundebegegnungen Tipp

Versuchen Sie, wenn möglich frontale Begegnungen mit anderen Hunden zu vermeiden! Gehen Sie in einem großen Bogen (so weit wie möglich auf Distanz) um den anderen Hund herum und gehen Sie einfach weiter ! Ignorieren Sie das aggressive Verhalten und halten Sie ihn vom Hosenbein fern.

Training (versuchen Sie Orte zu finden, wo Hunde angeleint sind (z.B. vorm Fressnapf)

Suchen Sie sich auf Entfernung eine gute Stelle, wo Sie die anderen Hund auf Distanz sehen können!
Bleiben Sie dann in der Entfernung stehen und wenn Ihr Hund sich beruhigt hat und ruhiges Verhalten zeigt, belohnen Sie ihn durch Ansprache oder ein Leckerli (ist die Distanz groß genug, wird er eher Futter annehmen).
Beruhigt er sich nicht, dann gehen Sie weiter von dem anderen Hund weg und bleiben erneut stehen. Warten Sie bis der andere weg ist und sobald sich der Kleine beruhigt hat, belohnen Sie ihn.
Ihr Hund schafft es sicherlich, sich auf Distanz zu beruhigen. Klappt es nicht, sind Sie zu nah.



Wenn sie noch Menschen kennen, die auch Hunde haben, gehen Sie gemeinsam mit Ihnen erst einmal auf Distanz spazieren. Beide Hunde nicht ableinen! Und dann nähern Sie sich langsam immer wieder an - aber nie frontal, sondern immer im Bogen. Einmal überholt der eine, dann der andere mit einem großen Bogen, ohne dass es zu einem Hundekontakt kommt. Dabei halten Sie Ihren Hund immer so, dass Sie auf der Seite des anderen Hundes sind. Wenn Ihr Hund dann merkt, dass ihm nichts passiert und der andere Hund nicht näher kommen kann, kann es sein, dass er schnell mit den Aggressionen aufgibt und sich den interessanteren Dingen zuwendet. Solche Spaziergänge sind für Ihren Hund eine große positive Lernerfahrung!!!!

Rechnen Sie im Moment immer damit, dass er weiterhin nach Ihnen schnappt und halten ihn dann einfach mit der Leine auf Distanz und zwar so lange bis er sich beruhigt hat.
Insgesamt würde ich Ihnen aber dennoch empfehlen, das Problem sowie die Aggressionen mit anderen Hunden mit einem Hundetrainer vor Ort anzugehen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Für den Fall, dass Sie in der Nähe von Köln wohnen, können wir auch gerne einen gemeinsamen Sapziergang vereinbaren.
Auf meiner Internetseite zu meiner Hundeschule (s.u.) finden Sie weitere Informationen über mich und meine Arbeit als Hundetrainerin.


Mit freundlichen Grüßen

Alex Angrick
Hundetrainerin

Valderstr. 35
50374 Erftstadt

Tel.: 0163-6370319
mailto:info@alexangrick.de
http://www.alexangrick.de

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