Kategorie: Leinen führen |
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Frage: Dogge zieht zu Hunden |
| Gefragt am 20.11.2010 14:36 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1022 |
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Hallo, |
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Beantwortet von Angie Mienk (Profil ansehen)
Hallo Florian,
mir fällt auf, dass Sie bereits bei der normalen Leinenführigkeit Einschränkungen machen: ...geht normalerweise ganz gut an der Leine..." Ich gehe also davon aus, dass der Hund auch in anderen Situationen zumindest zeitweise an der Leine zieht. Das Problem Leineziehen ist also als allererstes abzustellen. Da es etliche Möglichkeiten des Leinentrainings gibt, schlage ich vor, dass Sie ein Anleitung einfach hier downloaden: http://www.hundeguru.com/Ebooks/GM1.pdf Bitte alle Übungen ausschließlich mit Brustgeschirr durchführen. Leineziehen am Halsband kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben! Was nun die Hundebegegnungen angeht, so ist dieses Problem leider weit verbreitet. Oft liegt die Ursache darin, dass man bereits die Welpen mit jedem Hund spielen läßt, dem man begegnet. Dadurch lernt dann schon der junge Hund, dass jeder andere Hund ein potentieller Spielgefährte ist. Wenn Ihre Dogge dann bei Begegnungen im Freilauf auch noch Angst zeigt, liegt es nahe, dass sie durch die (evtl. scheinbare) Aggression an der Leine dem anderen Hund zeigen will, wie "stark" sie ist, weil sie an der Leine keine Möglichkeit des Ausweichens hat. In diesem Fall hilft es, wenn man seinem Hund beibringt, bei Begegnungen mit anderen Hunden hinter dem Menschen zu gehen. Das kann man beim Leinentraining ohne Ablenkungen gut einflechten: Man nimmt die Leine kürzer und schneidet dem Hund durch einen Schritt in seine Richtung etwas den Weg ab. Gelobt wird in dem Moment, wo der Hund leicht hinter einem bleibt. Das ganze braucht eine Menge Übung und bis das klappt, heißt es, den Abstand zu anderen Hunden so groß wie möglich zu halten. Da Ihr Hund im Freilauf die Flucht vor anderen Hunden ergreift, sollten Sie auch solche Begegnungen vermeiden. Auch wenn eine Dogge ein großer Hund ist, ist sie auf den Schutz ihrer Menschen angewiesen. Meist ist auch dieses Verhalten auf Fehler bei der Welpenerziehung zurück zu führen. Ein Welpe, der Angst vor anderen Hunden hat, muss unbedingt durch seine Menschen beschützt werden. Die meisten Hundetrainer stehen leider auf dem Standpunkt: "Da muss der Hund halt durch" und schon hat man einen Angsthasen, der sein Heil in der Flucht sucht. Wenn Flucht nicht möglich ist, ist Angriff eben die beste Verteidigung. Ich würde Ihnen gerne raten, einen entsprechenden Kurs zu besuchen, kann Ihnen jedoch so keinen Trainer empfehlen, da ich ja nicht weiß, wo Sie wohnen. Wir haben leider häufig mit solchen Hunden zu tun und nur sehr vorsichtige Desensibilisierung in Verbindung mit Erhöhung der Führungsqualitäten des Hundemenschen kann da auf Dauer Erfolg bringen. Bei uns dauert so ein Kurs maximal 5 Tage, da immer die Gefahr besteht, dass solch ein Verhalten einmal eskaliert. Bitte suchen Sie nur einen wirklich guten Trainer auf, der gewaltfrei und mit viel Verstand arbeitet und Ihre Freundin gut anleiten kann. Hilfsmittel helfen da auf längere Sicht nicht, da die Dogge zunächst Vertrauen aufbauen muss zu Ihrem Menschen - Vertrauen dahingehend, dass ihr Mensch sie stets und ständig beschützen kann und dies auch tut. Dass dort etwas an Vertrauen fehlt, zeigt sich auch darin, dass der Hund nervös wird bei Situationswechseln. Sie können uns gerne wieder kontaktieren. Bis dahin wünsche ich Ihnen und "Doggi" viel Spass beim Üben und viel Erfolg.
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