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Kategorie: Hunderassen

Frage: Gesundheit

Gefragt am 25.08.2009 13:59 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1016

Guten Tag,

man spricht ja gemeinhin davon, dass Mischlinge eine höhere Lebenserwartung als Rassehunde haben und gesundheitlich allgemein als robuster gelten.
Meine Frage: Stimmt diese Aussage und wenn ja, gibt es Referenzmaterial auf Websites für Rassehunde, Fachportale oder anderen Websites die diese Aussage wissenschaftlich untermauern?

Besten Dank

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Antwort

Beantwortet von Dipl.-Ing. Walter Hoffmann (Profil ansehen)

Hier muss zunächst unterschieden werden, um welche Mischrasse es sich handelt. Allgemein gilt zuerst die erwiesene Tatsache, dass kleinere Hunde (außer Qual-und Ausnahmezuchten oder Hunde von verantwortungslosen Massenzüchtern) grundsätzlich länger leben als große Hunde.
Richtig ist sicher, dass einige Rassehundevereine die Einhaltung ihres Rassestandards höher bewerten als die Gesundheit der Hunde. Bezüglich der Gesundheit wird leider oftmals die genotypische, also geerbte Gelenkserkrankung ignoriert, werden operative Eingriffe verschwiegen oder zumindest werden die Mängel abgeschwächt und die Hunde zur Zucht verwendet. Auch die oftmals nicht mehr hundgerechte Haltung spielt hier eine ausschlaggebende Rolle.
Mischlinge aus frei lebenden Hunden gleich welchen Schlages zeichnen sich hauptsächlich durch Robustheit aus. Wie es sich in der Natur seit Jahrtausenden bewährt hat, vermehren sich dort nur die gesunden und starken Hunde und die Welpen wachsen unter schwierigeren Bedingungen auf. Die Schwachen sterben, die Starken überleben. Solche Hunde sind in der Regel aber sehr scheu und schwer erziehbar.
In der Zivilisation bewusst gezüchtete Mischlinge vielleicht sogar aus Hochzuchten zweier Rassen unterliegen exakt den gleichen Bedingungen wie Rassehunde. Hier halte ich die Aussage, dass solche Mischlinge gesünder seien als Rassehunde einfach für falsch. Diese Hunde leben mit den Erbkrankheiten ihrer Eltern. Oftmals handelt es sich sogar um Hunde aus Eltern, die vom Rassehundeverein gesperrt worden sind wegen genetischer Mängel.
In der modernen Hundezucht und bei gewissenhaften Züchtern ist es heute möglich und sinnvoll, mit Kenntnis der Blutlinien, Elterntiere und vor allem der Welpenaufzucht gesunde Tiere mit einer der Rasse typischen Lebenserwartung zu erwerben.
Fachberichte und wissenschaftliche Untersuchungen konkret zu diesem Thema kenne ich nicht. Falls trotzdem vorhanden, werden sie grundsätzlich nichts anderes aussagen, denn das Spektrum der Mischlinge ist einfach unendlich groß.
Walter Hoffmann

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