Kategorie: Erziehung |
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Frage: Shira und Silva unsere kleinen zerstören |
| Gefragt am 21.11.2010 14:24 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1018 |
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Hallo Angie, |
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Beantwortet von Angie Mienk (Profil ansehen)
Hallo Pätty,
erst einmal vielen Dank für die ausführliche Beschreibung. Jetzt kann ich mir schon eher ein Bild machen. Zu allererst folgendes: KEIN Hund auf der Welt zerstört Sachen, um seine Menschen zu ärgern!!! Das ist sehr wichtig, denn einen Hund nun dafür zu strafen, ist bereits der erste Fehler. Ich bin sicher, dass weder Silva noch Shira wissen, dass sie etwas Falsches gemacht haben - sie merken es lediglich an Eurer Reaktion, wenn Ihr nach Hause kommt. Sie können es aber nicht mit der "TAT" verknüpfen, sondern spüren einfach nur, dass etwas nicht stimmt. Jede Art von Strafe ist also Fehl am Platz und zerstört nur das Vertrauen der Hunde zu Euch. Beginnen wir bei Silva: Du weißt ja nicht genau, WANN sie in die Wohnung gemacht hat - da sie auch pinkelt, wenn Ihr nach Hause kommt, dann ist das u. U. durchaus einfach nur aus Freude. Das hat man häufig bei unsicheren Hunden. Ihr braucht viel Geduld und gute Nerven, bis das "Problem" gelöst ist. Selbst wenn sich die Hunde ans Alleinbleiben gewöhnt haben, kann es passieren, dass Silva vor Freude bei Eurer Heimkunft immer mal wieder "lospullert". Dann bitte nicht schimpfen, sondern erst die Hunde ausgiebig begrüßen und anschließend die "Pfütze" kommentarlos entfernen. Nun zum "Trainingsplan". Tag 1. Ausgiebig Gassigehen und die Hunde so gut wie möglich auspowern. Zuhause dann eine halbe Stunde bei den Hunden bleiben, dann anziehen und dann verabschiede Dich von den Hunden, in Etwa so: "Ich geh nur kurz raus, bin in ein paar Minuten zurück - seid schön brav!". Dann gehst Du raus (Du musst aber wirklich ein Stück weggehen - sie spüren es, wenn Du nur vor der Tür wartest). Nach maximal 5 Minuten kommst Du zurück, beugst Dich gleich nachdem Du die Tür aufgeschlossen hast, zu den Hunden hinunter und begrüßt sie freundlich, lobst sie ausgiebig. Wichtig ist, dass Du Dich zu ihnen runterbeugst - das verhindert, dass sie Dich anspringen. (Anspringen ist für Hunde bei der Begrüßung ein ganz natürliches Verhalten, denn Begrüßen unter Hunden heißt: Schnauze ablecken. Da Menschen ja so groß sind, versuchen Hunde, durch Anspringen an die "Schnauze" = ans Gesicht des Menschen zu kommen.) Beugt man sich zu ihnen hinunter und drückt sie dabei (man legt die Hände an die Schultern der Hunde - ganz sanft) hinunter, dabei streichelt man sie - bekommt man das Anspringen mit der Zeit in den Griff. Dann bekommt jeder der Hunde ein Leckerli und erst mal gut. Das kann man am ersten Tag einmal vormittags und einmal nachmittags wiederholen. Tag 2 verläuft wie Tag 1. Am 3. Tag kann dann schon die Abwesenheitszeit auf 10 Minuten steigern. Wenn das klappt, am nächsten Tag auch wieder, wenn es nicht klappt - einen Tag zurück. So kann man die Zeit der Abwesenheit langsam, immer um 5 Minuten steigern. Es ist sehr wichtig, dass Du die Hunde jedesmal vorher auspowern läßt und sie beim Zurückkommen immer liebevoll begrüßt und lobst, egal, was passiert ist. Bitte habt viel Geduld mit den Hunden - es kann u. U. recht lange dauern, bis sie sich ans Alleinsein wirklich gewöhnen. Bei manchen Hunden hilft es, wenn man ein Radio oder den Fernseher laufen läßt. Auf jeden Fall in der dunklen Jahreszeit das Licht in mindestens einem Raum brennen lassen (das vermittelt das Gefühl, dass die Menschen nicht so lange weg bleiben). Und bitte beim Abschied immer sagen, wie lange die Abwesenheit dauern wird. (Es ist zwar nicht erwiesen, dass Hunde die Zeit kennen - während man jedoch dies sagt, bekommt man selbst eine andere Stimmungslage und die überträgt sich auf den Hund - das ist wie bei kleinen Kindern auch). Anspringen: wie Ihr das Anspringen mit der Zeit "abstellt", habe ich ja erklärt. Fremde werden nicht angesprungen! Niemals - auch, wenn die Hunde diese kennen. Das verhindert Ihr, indem Ihr die Hunde kurz anleint oder wegsperrt, wenn Besuch kommt. Erst wenn der Besuch sitzt kommen die Hunde zunächst angeleint dazu, dürfen die Besucher beschnüffeln - jeder Versuch des Anspringens wird von Euch (nicht vom Besuch) durch sanftes Wegholen und herunterdrücken unterbunden. Wenn die Hunde dann ruhig sind, können sie abgeleint werden. Wenn Ihr das konsequent durchhaltet, ist dieses Problem sehr bald erledigt. WICHTIG! Niemals schimpfen oder sauer sein. Wenn etwas passiert ist, tief durchatmen, die Hunde trotzdem freundlich begrüßen - keine Reaktion zeigen, später die Schäden beseitigen. Jedes Zeichen von Ungeduld, jede Strafe verlängert den Lernprozess und zerstört Vertrauen. Wenn es Schwierigkeiten gibt, dann meldet Euch bei mir. In meinem Profil steht meine Telefon-Nummer. (aber bitte voher per Mail ankündigen, damit ich auch Zeit genug habe). Dann können wir auch ausführlich darüber sprechen und ich werde Euch telefonisch (kostenlos selbstverständlich) coachen. Viel Spass und Erfolg beim Üben! Grüß die Wuffs von mir. Angie |
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