Kategorie: Apportieren |
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Frage: Ist mein Hund spielsüchtig? |
| Gefragt am 30.09.2009 16:00 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1028 |
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Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen)
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Beantwortet von Hundetrain Janine Inoks (Profil ansehen)
Hallo Simone,
Oft ist es bei Jack Russel Terriern zu beobachten, dass Sie nur noch neben ihrem Besitzer herlaufen und ständig durch Blicke auffordern, den Ball zu schmeißen. Ähnlich wie bei Ihrem Hund bekommen sie rechts und links nichts mehr von ihrer Umwelt mit, sie sind total überdreht und sozusagen wie auf Drogen bzw. Drogenentzug. Man kann wirklich schon davon sprechen dass es „Ball-Junkies“ sind. In diesem Fall empfehlen wir unseren Kunden den Ball komplett wegzupacken und zwar für eine sehr lange Zeit, man kann ihn später noch einmal auspacken um zu sehen ob der Hund sofort in sein altes Schema zurück fällt oder ob man nun die Chance hat den Ball wieder kontrollierter einzusetzen. Wenn der Hund wieder in das alte Schema fällt, kommt der Ball nicht mehr zum Vorschein, aber keine Angst, es gibt sehr viele andere Gegenstände auf die man zurückgreifen kann. Auf das Apportieren würden wir nicht verzichten, ganz im Gegenteil, wir würden mit anderen Gegenständen wie z.Bsp. einem Dummy oder einem Futterbeutel ein komplexes Apportiertraining aufbauen. Das heißt, nicht nur werfen und bringen, sondern wir würden z. Bsp. aufbauen das der Hund sitzen bleibt, der Besitzer den Gegenstand wegwirft und erst nach dem „Bring“ darf der Hund hinterher und den Gegenstand holen. Man kann mit 2, 3, 4 Gegenständen arbeiten, dem Hund z. Bsp. beibringen, ihn auf dem Weg vom 1. Gegenstand abzurufen um ihn dann zu einem anderen zu schicken usw. Das Apportiertraining ist eine tolle Sache um die Mensch-Hund-Beziehung zu fördern und wenn der Hund am Ende toll mitgearbeitet hat, kann man den Beutel aufmachen und der Hund kann sich seinen Jackpot gut schmecken lassen. Eine andere Alternative wäre viel über Suchspiele zu arbeiten, das heißt Nasenarbeit, denn die puscht den Hund nicht unnötig hoch, aber er kann schnuppern und suchen. Dadurch werden Hunde geistig beschäftigt und ausgelastet. Entweder der Hund sieht wo Sie das Futterstück hinschmeißen oder sie lassen eins fallen ohne das er es sieht, sie rufen ihn zu sich und zeigen ihm, was Sie da Tolles gefunden haben. Auch das wird ihre Beziehung fördern, da sie zum Jagdpartner von ihrem Hund werden. Ich empfehle Ihnen dafür einen Teil seines Trockenfutters mit auf den Spaziergang zu nehmen, oder aber, wenn Sie nass füttern oder barfen, dann nehmen sie ein paar Leckerchen, ziehen dafür dann aber von der Tagesration etwas ab. Meine Empfehlung: Packen Sie den Ball auf unbestimmte Zeit weg, bauen Sie ein komplexes Apportiertraining auf und bieten Sie ihm auch mit der Nasenarbeit eine neue Alternative. Ich wünsche Ihnen viel Spaß, liebe Grüße Janine Inoks |
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