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Kategorie: Alltag mit Hund

Frage: Hund nicht ins Haus

Gefragt am 24.04.2011 20:17 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1020

Guten Tag,

am 1. April habe ich einen Hund aufgenommen der ca. zwei Wochen vorher aus dem Nichts aufgetaucht ist, um mein Haus streunte und mich regelmäßig beim Verlassen des Hauses und bei meiner Rückkehr bergrüßte und erwartungsvoll anstarrte. Ich wollte eigtl. nie einen Hund, doch er verschwand einfach nicht und nunja... jetzt ist er da. Ein ca. 1.5 Jahre alter Berner-Sennen-MIschling. Ich habe Platz, einen Garten, Veranda, Unterschlupfmöglichkeiten und möchte ihn nicht im Haus, habe aber nun immer ein schlechtes Gewissen, weil er e xtrem anhänglich, mir auf Schritt und Tritt folgt und wie ein Magnet an mir klebt, so dass es zum regelmäßigen Kampf wird ihn von mir zu trennen. (Muss dazu sagen, dass ich in Brasilien lebe, wo es selbst einem Menschen klimatechisch möglich wäre 24Std. draußen zu verbringen) Daher meine Frage:

Wie kann ich ihm klarmachen, wann Schluss ist mit Aufmerksamkeit und, dass er mir nicht ins Haus folgen darf? Und die nächste Frage, ist es falsch ihn "auszusperren"? Ist ja schließlich ein Rudeltier.

Vielen Dank und liebe Grüße,
Frank Linhardt

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Antwort

Beantwortet von Hundewelte Stefanie Weinrich (Profil ansehen)

Guten Tag Herr Linhardt,

wie Sie richtig schreiben, ist ein Hund ein Rudeltier.
In der menschlichen Gemeinschaft bedeutet dies, daß er um seinen Menschen sein möchte, da er in einer existentiellen Abhängigkeit zu ihm steht.

Eine räumliche Trennung bedeutet daher Stress für ihn.

Dabei sollte der Mensch die Verantwortung für ihn tragen und den Hund keine eigenen Entscheidungen treffen lassen, da diese immer nur hündisch getroffen werden können und dementsprechend teilweise sehr gefährlich werden können, z. B. über die Straße laufen, Kinder anspringen etc.

Der Hund zeigt von sich aus eine große Aufmerksamkeit zu Ihnen und bestätigt das Abhängigkeitsverhältnis, von daher sollten Sie sich entscheiden den Hund dauerhaft zu behalten, es empfehlenswert ist, ihn mit ins Haus zu nehmen.

Sollten Sie sich hingegen den gesamten Tag draußen aufhalten, dann wird Ihr Hund das sicherlich auch tun.
Überlegen Sie sich gut, ob sie ihn behalten möchten, denn eingangs erwähnen Sie, daß Sie eigentlich keinen Hund haben wollten.

Dieser Hund ist auf der Suche nach einem Halter, der für ihn da sein kann und auch möchte, von daher hat er vielleicht woanders eine Chance, die Sie ihm so nicht bieten können, oder wollen. Das ist auch legitim, Sie dürfen sich nicht verpflichtet fühlen, nur weil der Hund sich Ihnen gegenüber so zeigt.

Anhänglich ist er nicht, er versucht lediglich eine Situation zu kontrollieren, dazu zählen Sie auch. Denn er möchte für sich etwas Gutes erreichen. Das kann er jedoch nur über die Gemeinschaft mit einem Menschen.

Noch ist er abhängig und evtl. kein Selbstversorger. Lebt er zukünftig vorwiegend draußen und ist täglich mehr als 6 Stunden alleine, wird sich diese Abhängigkeit und Aufmerksamkeit zum Menschen aber sehr schnell abbauen und er wird sich nicht mehr sonderlich an diesem orientieren.

Für so einen Hund zu schade, der offensichtlich diese Dinge mal von sich aus mitgebracht hat.

Also: entscheiden Sie sich für den Hund, dann aber bitte ganz und er darf mit ins Haus. Entscheiden Sie sich gegen ihn, egal aus welchen Gründen, dann bitte kurzfristig abgeben, daß er mit der positiven Veranlagung noch weiter vermittelt weden kann.

hundenette Grüße
Cornelia Benford

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