Kategorie: Urologie |
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Frage: schwere Probleme nach Prostataabhoblung |
| Gefragt am 03.11.2011 23:07 Uhr | Einsatz: € 35,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1021 |
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Hallo, |
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Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)
Liebe Fragestellerin,
ich hoffe Sie erwarten nicht zu viel mit Ihrer Anfrage. Bei einem so langwierigen Fall, bei dem viele Fachrichtungen keine organische Ursache für die Beschwerden gefunden werden konnte, kann eine Beratung im I-Net schwerlich die Diagnose stellen. Dennoch kann ich Ihnen zu einigen Ihrer Probleme vielleicht einen Ratschlag geben. 1. Prostatitis ist eine Entzündung der Prostata. Da diese bereits entfernt ist, kommt diese Diagnose eigentlich nicht mehr in Frage. Eine Infektion in der Prostataloge, als dort wo abgehobelt wurde, wurde ja in Betracht gezogen, und behandelt. Aber die Antibiotika konnten ja die Beinschmerzen nicht beheben. 2. Stuhlgangprobleme: Diese könnten mit der Schmerzmedikation die Ihr Vater sicher erhalten hat zusammen hängen. Falls unter diese SChmerzmitteln Opiate oder Opioide sind (Morphintabletten oder ähliche SChmerzmittel) wäre dies eine noramle NW. In diesem Falle kann Ihnen ihr Hausarzt auch stärkere Abführmittel auf Kasse für Ihren Vater verschreiben um dieses Problem zu lösen. Ich verstehe ihre Empörung und Ratlosigkeit angesichts der bevorstehenden Entlassung. Aber wenn im Krankenhaus keine weiteren Maßnahmen durchgeführt werden können, so ist ?wieder der Hausarzt ihr Ansprechpartner. Oder haben Sie gar keinen Hausarzt? 3. Ich halte nichts davon, im nächsten Krankenhaus all die bereits durchgeführten Untersuchungen (Prostata/Blasenspiegelung etc ) gleich zu wiederholen, da die Wahrscheinlichkeit etwas neues zu entdecken sehr gering ist. Ich denke aufgrund des langen Verlaufs hat Ihr Vater sicher die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, und es wurden ja auch die benachbarten Fachdiziplinen verständigt, um festzustellen, ob auf deren Gebiet eine möglich Ursache dfür die Beschwerden liegen könnten. Im Moment müssen Sie und Ihr Vater versuchen 2 Dinge in den Griff zu bekommen. 1. die Schmeren zu lindern und 2. die Geh und Bewegungsfähigkeit zu fördern. Für beide Ziele können sowohl medikamentöse , wie physikalische (KG; Massage etd) Maßnahmen genutzt werden. Behandler und Koordinator der Maßnahmen kann entweder der HA sein, der den Patienten schon länger betreut, oder falls vorhanden, kann man sich auch an einen Schmerzthreapheut wenden. Natürlich ist dies für Sie erst einmal beänstigend und Frustrierend, aber die Zeiten in denen so etwas im Krankenhaus ausgessen oder besser ausgelegen werden konnte sind eindeutig vorbei. Es muss natürlcih weiter ambulant behandelt werden. Bitte wenden Sie sich mit dem Entlassbrief, in dem die Klinik auch Angaben zu weiteren Vorgehensweise vorschlagen kann an einen Hausarzt. Leider schreiben Sie nichts über das Alter oder den Gesamtzustand Ihres Vaters. Falls er sich nicht mehr selbst versorgen kann, gibt es auch noch die Möglichkeit einer 14 Tägigen Behandlungspflege in einem Senioren/Altenheim. Wichtig ist, dass Sie auf jeden Fall einen Arzt finden, der vor Ort ist und sich bez. der bei Ihnen Vorhandenen Möglichkeiten auskennt und Sie entsprechend beraten kann. Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas helfen Mit freundlichen grüßen Dr. R. Berg |
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