Kategorie: Neurologie / Nervenheilkunde |
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Frage: Überhöhte auffällige Tagesmüdigkeit |
| Gefragt am 03.11.2010 13:46 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1025 |
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Seit geraumer Zeit leide ich tagsüber an auffällig immer schlimmer werdender Müdigkeit. D.h. wenn ich beispielsweise Abends um 23 Uhr einschlafe und morgens um 7 Uhr aufstehe, könnte ich mich glatt um 9 Uhr wieder hinlegen und 4- 5 Stunden schlafen. Dieses würde ich nicht unbedingt auf Depressionen oder Verstimmungen, die ich hin und wieder habe, schieben. Weitere Fragen zum Thema "Neurologie / Nervenheilkunde" lesen! |
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Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)
Sehr geehrter Patient,
in Ihrer jetzigen Situation (Existenzgründung) ist klar, dass dieser von Ihnen geschilderte Zustand sehr unpassend kommt. Allerdings muss ich Ihnen ehrlicherweise sagen, dass auch eine unverbindliche Diagnose und Therapie auf diesem Weg nicht gestellt werden kann denn dazu sind ihre Beschwerden zu unspezifisch und die Fülle der möglichen Ursachen zu breit gestreut. Dennoch möchte ich den Versuch unternehmen Ihnen mögliche weitere Vorgehensweisen aus meiner Sicht darzustellen. Auch wenn sie zu Beginn daraufhinwiesen, eher keinen Zusammenhang zu Ihren Depressions/Verstimmungen zu sehen, finde ich, dass man diese Möglichkeit nicht ganz beiseite schieben sollte. Existenzgründung kann auch psychisch sehr belastende sein. (Was muss man alles machen, habe ich nichts vergessen, ist es wirklich das richtige etc.) Die Kardinalsymptome Müdigkeit Antriebslsoigkeit, Motivationdefizit, Schwierigkeiten am Morgen zu starten, körperliche Symtome (Augen) lenken schon den Verdacht in Richtung psychische Belastung, mehr als auf ein organisches Geschehen. Dafür spricht auch, dass ja bisher alle Blutwerte und Untersuchungen bei Ihrem Hausarzt in Ordnung waren. Falls Sie also einen Psychotherapheuten (gehabt)haben, oder gar Medikamente für dieses Krankheitsbild einnehmen, so wäre mein erster Rat, dort vorstellig zu werden. Eine organische Ursache für Ihre Beschwerden, die auch nicht im EKG/Blutbild festgemacht ist fällt mir aber noch ein. Das Schlaf-Apnoe syndrom. Hier wäre die erste Anlaufstelle ein Neurologe/Psychiater der hier eine weiter Diagnostik im Schlaflabor veranlassen könnte. Falls Sie eine Partnerin haben, fragen Sie einmal nach ob Sie nachts stark schnarchen. Dies wäre in dieser Richtung ein Hinweis. Allerdings entwickeln die meisten Menschen bei der SChlaf-Apnoe die Symptome eher langsam und haben bezüglich der Motivation keine Probleme. Daher erscheint mir in Ihrem Falle der Gang zu einem Psychotherapheuten, zumal Sie ja organisch schon einiges bei Ihrer Hausärztin abgeklärt haben, erfolgversprechender. Mit freundlichen Grüßen R Berg Mit vielen Grüßen R. Berg Weitere Fragen zum Thema "Neurologie / Nervenheilkunde" lesen! |
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