Kategorie: Neurologie / Nervenheilkunde |
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Frage: Kombination Sertralin-Trazodon |
| Gefragt am 08.07.2011 16:06 Uhr | Einsatz: € 15,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1069 |
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Bewertung: 4,0 (von 5 Sternen)
ch habe 3 1/2 Jahre Sertralin genommen, und hin und wieder Opipramol am Abend zum einschlafen. Von Oktober 2010 bis vor ca. 1 Monat habe ich kontinuierlich ausgeschlichen. Nun habe ich seit 2 Wochen einen Rezivid (Depressionen). War bei meinem FA und habe wieder angefangen 1 Woche halbe Tablette Sertralin, und seit 13 Tagen wieder eine ganze Tablette Sertralin, am Abend Opipramol 50-150 mg. Seit ca. 3 Tagen merke ich eine verstärke Angstneigung, Unsicherheitsgefühl draussen, innere Unruhe. Das war die ersten 10 Tage nicht der Fall. Können das Nebenwirkungen sein von Sertralin, oder wirkt das Sertralin bei mir nicht mehr, weil ich es schon so lange vorher genommen habe? Das Opipramol hilft zum durchschlafen auch nicht wirklich. Leider ist es sehr schwer meinen Arzt telefonisch zu erreichen, Termin habe ich erst wieder in über 1 Monat. Hatte früher Trittico zum schlafen, wirkte besser, hatte aber das Gefühl das der Kreislauf zu weit runter ging; wurde dann weggelassen. Jetzt lese ich aber neue Studien von Trazodon (Trittico in Österreich), das es bei Ängsten, Unruhe und zum Durchschlafen sehr gut hilft, und überlege ob ich es mir nicht anstatt Insidon vom Hausarzt verschreiben lassen sollte. Meine Fragen wären: Was soll ich weiterhin mit dem Sertralin machen? Kann ich mir anstelle des Opipramol - Trazodon verschreiben lassen, wegen den Schlafstörungen? Muss man das Opipramol ausschleichen? Nehme es seit ca. 11 Tagen. Verträgt sich das Trazodon mit Sertralin? Vielen Dank für ihre Hilfe im Voraus. Weitere Fragen zum Thema "Neurologie / Nervenheilkunde" lesen! |
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Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)
Hallo,
Viele Fragen, viele Antworten. 1. Fangen wir mit dem leichtesten an: Das antrophosohische Präprat Neurodoron, können Sie auf jeden Fall Zusätzlich zu Sertraglin und Opipramol einnehmen, das gilt z. B auch für das homöpathische Mittel Neurexan. Vorteil: keine bekannten Wechselwirkungen mit Ihren Psychopharmaka 2. Ich würde Ihnen raten nicht anstatt, sondern zusätzlich zu den Basismedikamenten kurzfristig (vorübergehend 14- 28 Tage) ein Mittel für den Schlaf dazuzugeben. Vorteil Sie müssen nichts ausschleichen, die Wirkung von klass. Schlafmitteln stellt sich quasi sofort ein, während dies bei Psychopharmaka immer erst einpendeln muss. Bitte besprechen Sie dies mir Ihrem betreudenen Hausarzt. (Mögliche Mittel sind Benzodiazepine oder Anxiolytica.) 3, Generrell hat man aus ihrer Schilderung den Eindruck, dass die Episiode diesmal schwerer und stärker ist bis bisher. Eine Gewöhnung an Sertralin gibt es in der Regel nicht, aber wir wissen, dass es bei schweren Krankheitsbilder 4- 8 Wochen u.u. auch in höhere Dosierungen notwendig sind bis sich der gewünschte Effekt einstellt. Also mein Rat: Sertralin nicht absetzten sondern eher vielleicht noch erhöhen. Vielleicht können Sie diesen Wunsch Ihrem Arzt oder dessen Helferinnen telefonisch oder schriftlich mitteilen und um eine Rückäußérung/Rückruf bitten, dies sollte doch wohl machbar sein. Mit besten Wünschen für ihre Genesung Dr. R. Berg
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