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Kategorie: Neurologie / Nervenheilkunde

Frage: Folgen nach Sturz mit Wirbelkörperfraktur

Gefragt am 08.01.2011 11:59 Uhr | Einsatz: € 30,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1022

Ich hatte vor sieben Wochen einen Sturz aus ca 2 Meter Höher mit einer daraus folgenden Wirbelkörperdeckplattenfraktur TH 2 bis 5. Es wurde konservativ therapiert, ich mache zur Zeit täglich Krankengymnastik. Seit ein paar Tagen habe ich nahcts die Beschwerden das mir die Arme einschlafen besonders im Bereich des Außenarmes. Letzte Nacht hatte ich zweimal das GEfühl meine natürliche Atmung setzt aus, ich bin dann verschreckt aufgewacht und konnte nrmal atmen. WAr das Einbildung oder könnte das tatsächlich passieren, auch wenn ich keine Lähmungserschienungen in den Beinen oder Armen habe? Tagsüber habe ich hin und wieder Durchblutungsbeschwerden in den Fngern, aber einschlafen tun mir die Arme oder Beine nicht. Manchmal zwickt es oder juckt es im Bereich des Bruches, bei zu starker oder langer Belastung schmerzt auch die Muskulatur. Ich habe in den letzten Tagen meine Krankengymnastik verstärkt und auch eine längere Autofahrt hinter mir, die ich aber nur als Beifahrer in schräg liegender Position verbracht habe. Ich habe nichts Schweres gehoben mich aber wieder etwas normaler bewegt, weiterhin aber auf eine gerade Haltung geachtet. Leider bin ich moimentan im Ausland und der nächste Arzt ist weit entfernt. Muß ich mir Sorgen um eine Atemlähmung machen, oder kann das so einfach nicht passieren wenn sonst keine Lähmungserscheinungen stattfinden? Sicherlich liegt eine Quetschung des Nervenbereichs TH2-5 vor, doch was hat das für Folgen und wie verhalte ich mich weiterhin? Vielen Dank schon einmal!!

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)

Lieber Fragender,

ich würde Sie ja gerne beruhigen, und denkbar ist natürlich dass diese Beschwerden nur mit den schon bekannten Frakturen zusammen hängen, aber es man sollte diese Symptome ernst nehmen und (auch wenn initial schon geschehen,) die HWS insbesondere den oberen Bereich nochmals radiologisch untersuchen lassen. Vermutlich erlitten Sie ein Stauchungstrauma, was grundsätzlich auch auf die HWS durchschlagen kann.

Grund: Teilfrakturen oder Mitbeteiligung des 1 und 2 Halswirbels (Atlas und Dens Axis) lassen sich mitunter erst verzögert im konventionellen Röntgen erkennen.
Falls bereits ein CT Knochen unter Einschluss der HWS gefahren wurde und dort nichts war, sollten Sie eigentlich auf der sicheren Seite sein und können abwarten.
Wenn nicht, oder wenn Sie das so genau nicht wissen möglichst einfach ein HWS Röntgen in 2 Ebenen mit bes. Technik für HWK 1 und 2 (offene Mundstellung) durchführen lassen. Im Ausland am besten an der unfallchirurgischen Ambulanz eines Krankenhauses. Tut mir leid Ihnen keine freundlicheren Ratschläge im neuen Jahr geben zu können, aber die Folgen einer übersehenen Instabilität in diesem Bereich wären fatal. Mir sind leider Fälle bekannt, wo sich diese Risiko verwirklicht hat. Auch wenn unwahrscheinlich und eigentlich (zu lange) her, Röntgen, denn Sicherheit geht vor. Nihl nocere wie der Lateiner sagen würde.

Mit besten Wünschen für ihre Genesung Ihr Dr. R. Berg

Nachfrage
Vielen Dank für ihre schnelle Antwort. Nun habe ich zu Hause meine MRT Bilder von einem verwansten Amnästisisten nachsehen lassen, da wurde von HWS , BWS und LWS ein MRT gemacht. Damit müßte die komplette Halswirbelsäule doch ebgedeckt worden sein, oder? Dieses MRT haben auch mehrere Ärzte überprüft. Hätte man da eine Beschädigung der Halswirbel nicht erkenn müssen?

Mit vielen freundlichen Grüßen!!

Rückantwort
Hallo, wie in meiner ersten Antwort schon gesagt, (dort nur von CT gesprochen, MRT geht in diesem Falle natürlich auch) brauchen Sie zunächst nix zu machen, Schmerzen gehen wohl auf das Konto der vorahndenen Fraktruren, HWS und damit schlimme Folgen sollte damit nicht Ursache sein. Bei anhaltenden Beschwerden, zunächst mit Schmerzmittel Linderung versuchen und KG etwas weniger Pensum absolvieren.

Mit vielen Grüße und Wünschen für ihre Genesung R. Berg

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