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Kategorie: Neurologie / Nervenheilkunde

Frage: Anfallsbereitschaft bei diesen "Parametern" erhöht?

Gefragt am 07.01.2011 14:33 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1018
Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen) Anfallsbereitschaft bei diesen "Parametern" erhöht? , 5 von 5 bei 1 Bewertungen Es ist bekannt dass (übermäßiger) Alkohol Anfälle auslösen kann. Auch ein Entzug von Alkohol kann Anfälle auslösen. Meine Frage: a) Beim Absinken des Alkoholpegels im Blut besteht erhöhte Anfallsbereitschaft. Ist dies auch nach dem Absinken auf 0 noch

Es ist bekannt dass (übermäßiger) Alkohol Anfälle auslösen kann.
Auch ein Entzug von Alkohol kann Anfälle auslösen.


Meine Frage:
a) Beim Absinken des Alkoholpegels im Blut besteht erhöhte Anfallsbereitschaft. Ist dies auch nach dem Absinken auf 0 noch so oder ist die Anfallsbereitschaft wieder normal?

b) Im angehängtem Dokument sehen Sie meinen Konsum von Alkohol sowie Lorazepam der letzten 2 Wochen.
Kann man hier davon sprechen, dass ich heute einen "körperlichen Entzug" von Alkohol/Lorazepam durchmache oder ist dies durch die Pausen nicht gegeben? (dass man das nicht generell sagen kann ist mir klar; trotzdem hätte ich gerne eine erste Einschätzung von Ihnen).
Wie sieht es mit der Anfallsbereitschaft heute (0,0 Promille) aus? Wobei wir wieder bei Punkt a) wären...



Vielen Dank!

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)

Hallo

zunächst zur Frage 1 Ja im allgemeinen sinkt die Anfallsbereitschaft nach erreichen des 0,0%% Niveaus wieder auf normales Anfallsrisiko ab. Voraussetzung: Es ist nicht durch langjährigen deutlich übermäßigen Alkohlgebrauch schon zu organischen Schäden an den Nerven, genauer an den Myelinscheiden der Nerven im Gehin gekommen. Meist sind dann aber auch schon andere Ausfälle, (Gedächtnisschwierigkeiten, Konzentrationsschwächen, Tremor, etc. ) zu verzeichnen.
Zur Frage 2 gibt es ein Problem: der Anhang ist hier leider nicht sichtbar...
Auch ohne diese Angaben kann man sagen, dass wenn "Mann" (durchschnitt. Größe/Gewicht) dauerhaft über 70 Gramm Alkohol zusich nimmt, man bei Reduktion der Dosis meist in einen Entzug gerät. Nehmen Sie das Lorazepam zum Schlafen, oder um die Anfälle zu verhindern?
Zwar wird ein "kalter" Entzug immer wieder gemacht, dazu raten, dies auf eigene Faust zu Hause zu machen, kann ich ihnen aus ärztlicher Sicht natürlich nicht. Dies sollte wenn möglich stationär oder zumindest in engmaschiger Betreuung durch einen Arzt vor Ort durchgeführt werden. Die Gründe dafür kennen sie selbst. Das erleiden eines Krampfanfalles ist nur eine der möglichen Risiken.
Falls Sie es nun schon (0,0%%) geschafft haben Herzlichen Glückwunsch und Respekt vor Ihrer Willenstärke.
Mein Rat: bleiben Sie dabei und suchen und nehmen Sie Hilfe an um nun trocken zu bleiben. Es gibt sicher auch in Ihrer Nähe verschiedene Hilfsangebote. Suchen Sie sich das passende heraus, lassen Sie sich von ihren wirklichen Freunden unterstüzten, und scheuen Sie sich nicht auch einmal Ihre Leberwerte untersuchen zu lassen. Falls Sie auch bei 0,0 Promille weiter Krampfanfälle haben sollten ist natürlich sowieso ein Besuch beim HA oder Neurologen Pflicht. Auch sollten Sie versuchen dann langsam von den Lorazepamtabletten loszukommen.
Mit besten Wünschen und vielen Grüßen Dr. R. Berg

Nachfrage
Sehr geehrter Herr Dr. R. Berg;


vielen Dank für Ihre Antwort!
Das Lorazepam nehme ich gegen die Krampfanfälle; will es aber (wg. der Abhängigkeitsgefahr) eben nur nehmen falls wirklich notwendig; deswegen auch meine Frage hier.



Zu b) habe ich Ihnen das Dokument nochmal auf:
http://img222.imageshack.us/img222/858/38309763.png
bzw.
www.trimr.de/QgL (Groß-/Kleinschreibung beachten)
hinterlassen.
Wenn Sie mir Ihre Mailadresse in die Antwort schreiben sende ich es Ihnen auch gerne zu.



Wenn Sie nun aufgrund dieser Daten nochmals schauen könnten ob heute bereits ein Entzug von Alkohol oder gar von Lorazepam vorliegt?
Reichen 2 Tage "Alkoholabstinenz"/Woche auch bei mehr als 70g/Alkohol/Tag?




Vielen Dank!

Rückantwort
Vielen Dank für die Zusatzinfos, jetzt steht das Dokument auch zum Abruf bereit.

Auch wenn Sie mal hin und wieder ein Tag Pause machen, nehmen Sie doch im Durchschnitt deutlich mehr als 70 g. Alkohol zu sich.
Zu den Einschätzungen: 1. Bei diesen Werten (öfters über 140/g/Tag )sind m. E. nach Entzugserscheinungen nach 2-3 Tagen durchaus möglich. ( Schwitzen, Unruhe, Bewegungsdrang, Mislaunigkeit..uva. )

Die zweite Frage, ob 2 Tage Karenz reichen, bei 5 Tagen Genuss von über 70 g. sollten Sie sich nach dem Gesagten schon selbst geben können.

Rest wie telefonisch Besprochen, Viele Grüßen R. Berg

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