Kategorie: Neurologie / Nervenheilkunde |
|---|
Frage: 2. Meinung eines Psychiaters zur Diagnose / tiefergehende Fragen zur Medikation |
| Gefragt am 26.05.2011 12:01 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1030 |
|
Bewertung: 4,0 (von 5 Sternen)
Guten Tag, Weitere Fragen zum Thema "Neurologie / Nervenheilkunde" lesen! |
Klicken Sie hier und fragen Sie einen Arzt zum Thema Neurologie / Nervenheilkunde!
| Antwort |
|---|
|
Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)
Lieber Ratsuchender,
Was bei Ihnen am Morgen auftritt ist m. E. am ehesten ein sog. Hypervertilationssyndrom. Dies ist bei Ihnen auch kein eigenständiges Krankheitsbild sondern ist im Rahmen ihrer Angststörung/Depression zu sehen. Durch (bewußtes oder auch unbewußtes) verstärktes Atmen, kommt es zu Elektrolytverschiedungen im Blut die ursächlich für ihre Symptome (Kribbeln, flaues Gefühl etc.) sind. Durch LANGSames ruhiges Atmen mit bewußten Atempausen bildet sich dies aber wieder alles zurück. Ich bin der Meinung dass Sie engmaschig psychiatrisch betreut werden sollen. Es sollte nicht so sein, dass Sie selbst die Medikamenten im Selbstversuch an- oder absetzen müssen. Lassen Sie sich bitte dabei beraten. Sowohl der Alkohol wie auch das Citalopram greifen in den Hirnstoffwechesel ein. Nimmt man beides zusammen kann dies zu unverhersehbaren Reaktionen kommen. Insgesamt sollten Sie das Gespräch mit Ihrem Therapheuten suchen. Citalopram ist vielleicht nicht das geeigente Medikament für Sie. (Es wird bevorzugt als Erstes eingesetzt, da die Nebenwirkungen im Allgemeinen weniger ausgeprägt sind wie bei anden. Allerdings ist die Wirkung auf die Angst nicht immer ausreichend. Aber es gibt sehr viele verschiedene Wirkstoffe, und man wird neben der Gesprächstherapie zur Überwindung Ihrer Angststörung sicher ein Präparat für sie finden, bis Sie diese Ängste besser im Griff haben. Wichtig ist ein direkter und auch konstanter Kontakt zu einen Therapheuten ihres Vertrauens, mit dem Sie sich zu allen evt. auftretenden Beschwerden besprechen können. Sie sehen das schon richtig, diese Medikamenten sollen Ihnen helfen ihre Ängste besser im Griff zu haben. Herauszufinden, wodurch diese Panikattaken ausgelöst werden, oder zumindest Verhaltensweise zu Trainieruen, damit man in der Lage ist dies Panikattaken abzuwenden ist die eigentlich Aufgabe. Bitte schliessen Sie, fall die Zwänge und Ängste stärker werden, eine stationäre Therapie nicht gleich aus. Ob diese jetzt schon notwendig ist kann am besten Ihr Therapheut beurteilen, der Ihren bisherigen Krankheitsverlauf kennt. Und wie gesagt, Ihre Hyperventilationbeschwerden sind nicht besorgniserregend, sonder eine Art körperlicher "Angstreaktion" PS: bitte teilen sie mir noch mit wielange sie schon das Citalopram einnehmen. Erst mit dieser Information kann ich entscheiden, ob es nicht noch zu früh ist das Medikament zu wechseln. Mit vielen Grüßen R. Berg
Nachfrage Rückantwort Weitere Fragen zum Thema "Neurologie / Nervenheilkunde" lesen! |
Klicken Sie hier und fragen Sie einen Arzt zum Thema Neurologie / Nervenheilkunde!
| Bewertung | ||
|---|---|---|
| 1. Wie hilfreich war die Antwort des Arztes? |
|
4,0 |
| 2. Wie bewerten Sie die Reaktionszeit des Arztes? |
|
4,0 |
| 3. Wie empfehlenswert ist der Arzt? |
|
4,0 |
