Kategorie: Innere Medizin |
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Frage: Herzstechen nach Einnahme von Cialis |
| Gefragt am 09.03.2011 21:51 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1041 |
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Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen)
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Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)
Lieber Fragender,
Sie können abwarten und gelassen den 23 März kommen lassen. Nach meiner Einschätzung, der von Ihnen gut im zeitlichen Ablauf geschiderten Begebenheiten befinden Sie sich nicht in Gefahr. 1. Ihr Herzfehler (Vorhof oder Kammerseptumdefekt) hat mit dem Nebenwirkungsprofil von Taldenafil nichts zu tun. Diese Fehlbildung kann durch die OP und über 10 Jahre beschwerdefreiheit als geheilt betrachet werden. Die Nebenwirkungen die Taldenafil haben kann, wirken sich an den Herzkranzgefäßen aus, und dort wurden Sie nicht operiert. 2. Ihre Herzkranzgefäße scheinen so schlecht nicht zu sein, das Sie die Joggingstrecke ohne Stechen absolvieren können. Da Sie es nicht erwähnt haben, gehe ich davon aus, dass sie auch nicht rauchen, was in Ihrem Alter fast der einzige relevante Risikofaktor zu sein scheint, der vorzeitige Erkrankungen der Herzkranzgefäße auslöst. 3. Ob die von Ihnen wahrgenommenen Nebenwirkungen sämtlich auf die Medikamenteneinnahme zurückzuführen sind, kann man nicht mit Sicherheit sagen. Zwar passen diese schon auf das mögliche Nebenwirkungsprofil, aber wie sich schon selbst kritisch anmerkten, ist zu fragen, wieso diese auch nach über 3 Tagen nach der Einnahme noch auf dieses zurückgeführt werden sollen. Auch ein interkurrenter Infekt kann solche Symptome vorübergehend auslösen. Nicht zu vergessen ist auch die Psychische Komponente, die eine Erwartungshaltung positiv und negativ verstärken kann. In jedem Falle rate ich Ihnen bis zur vorgesehenen Herzuntersuchung keine diesbezüglichen Experimente mehr zu machen. Die Verträglichkeit und Wirksamkeit der 3 derzeit verfügbaren Erektionshilfen, Viagra, Cialis und Levitra scheint typabhänig sehr unterschiedlich auszufallen. In einem Blindversuch bei der die Patienten nacheinander alle 3 Präparate getestet hatten und entscheiden sollten welches am Effektivsten und verträglichsten war ergab sich folgendes Bild, je 25 % vertrugen Viagra oder Levitra am besten, 50% bevorzugten Cialis. Aber im Einzelfall sagt das wenig. Wenn Sie mein Patient wäre und der Kardiologe nichts gefunden hat was gegen eine erneute Einnahme spricht, und Sie einen weiteren Versuch machen wollen, würde ich Ihnen raten, eine der Alternativen in der kleinsten Dosis auszuprobieren. Mit besten Wünschen Ihr R. Berg
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