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Kategorie: Innere Medizin

Frage: ESWL bei Gallensteinen

Gefragt am 10.01.2011 15:49 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1032
Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen) ESWL bei Gallensteinen , 5 von 5 bei 1 Bewertungen Gesucht wird eine Klinik / Praxis, die Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) bei Gallensteinen (Kassenpatient, möglichst ambulant) in Berlin und Umgebung oder Hamburg durchführt. Sämtliche Recherchen für Berlin sind bislang ergebnislos.

Gesucht wird eine Klinik / Praxis, die Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) bei Gallensteinen (Kassenpatient, möglichst ambulant) in Berlin und Umgebung oder Hamburg durchführt. Sämtliche Recherchen für Berlin sind bislang ergebnislos.

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)

Hallo, lieber Fragesteller!

Endlich mal eine einfache Frage, die auch noch definitv beantwortet werden kann.
Ich habe zwei Adressen für Sie gefunden:
1. Klinik
Vivantes Humboldt Klinikum Am Nordrain Berlin
Abteilung Urologier, CA Prof Horschmann
Sekretariat: 030 130 121291 führen nach Leistungsverzeichnis perkutane ESWT durch

2. Praxis
Dr. C. Pochhammer FA für Urologie
Nordstrand Trendermarschweg 10 Tel 04842 900381 führt amb. oder belegärztlich ebenfalls ESWT durch

Ich hoffe ich konnte Ihnen damit weiterhelfen MFG Dr. R. Berg

Nach eigener Darstellung hawenn`s

Nachfrage
Vielen Dank für den Hinweis. Beide Adressen führen nach Auskunft allerdings keine ESWT bei Gallensteinen durch. Selbst die KV kennt keine Adresse.

Meine Rückfrage, wie hoch Sie die Risiken bei der laparoskopischen Entfernung einschätzen (z.B. Infektionsrisiko durch resistente B-Stämme). Vollnarkose birgt ja auch erhebliche Risiken (z.B. Aspiration von Magensaft).

Rückantwort
...Sorry ich bitte um Entschuldigung, ich habe überlesen, dass Sie Gallensteine, statt Nierensteine geschrieben haben.
Gallensteinzertrümmerung durch stosswellen wird m. Wissen tatsächlich nicht durchgeführt. Grund ist, dass die umgebende Leber, die viel empfindlicher ist, von den Stosswellen erheblich mitgeschädigt werden könnte.

Die lap.skop. GB-Entfernung ist heute ein Standardverfahren.
Die letalen Ausgänge liegen unter 1%, über Komplikationen wie Infekt, Nachblutung, Wundheilungsstörungen werden keine zentralen Registergeführt. Alle KH müssen aber ihre GEsamt Infektionsraten im Chirurgischen und sonstigen operativen Bereichen im Qualitätsbericht angeben. (Hilft bei der speziellen Fragestellung auch nicht weiter).
Wenn nicht in einen "akute" Galle, also eine enzündetete Galle hineinoperiert werden muss ist das Infektionsrisiko gering. Das gleiche gilt auch dir die Vollnarkose. Bei geplanter OP, wird durch die strikte Einhaltung des Nüchternheitsgebot vor der OP, die Möglichkeit der Aspiration sehr vermindert. Nimmt man Typische Risikoerkrankungen wie akuter Blinddarm, Ileus, Megacolon, Darmatonie etc. heraus, so bewegt sich die Komplikation Aspiration bei normaler Vollnarkose im Promillebereich.
Leider fordert die Rechtsprechung auch auf sehr seltene Komplikationen den Patienten aufmerksam zu machen.
Eine Vollnarkose in Deutschland bei einer GB Entfernung birgt keine "erheblichen" Risiken.

Mit vielen Grüßen und nochmals Entschuldigung für die Verwechslung Gallen/Nierensteine !!! R. Berg

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