Kategorie: Innere Medizin |
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Frage: Cholesterin |
| Gefragt am 23.09.2011 17:27 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1024 |
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Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen)
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Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)
Also keine FRage bei ihrem Mann besteht eine Fettstoffwechselstörung, und zwar sowohl für die Neutralfette=Trigylceride wie auch für das Cholesterin, dort ist ebenfalls das ungünstige Cholesterin, die LDL Fraktion übermäßig erhöht, so dass auch beide Quotieten eindeutig nicht im Normbereich liegen.
Wäre dies die einzige Abweichung und hätte Ihr Mann keinen weiteren Risikofaktor, müßte man nicht unbedingt etwas zusätzlich machen. Bei völlig intakten Gefäße ohne Arteriosklerose kann Cholesterin alleine wenig Schaden anrichten. Kommen aber weitere Faktoren, die eine Arteriosklerose begünstigen hinzu, so haben sie völlig reicht, sollte man diesem Risikofaktor zu leiberücken. ( In Ihrem Fall Nikotinabusus, Stress, Bewegungsarmut, positive Familienanamnese auf HI, ) Zunächst sollten nicht medikamentöse Maßnahmen ergriffen werden und möglichst über 6-8 Wochen konsequent durchgezogen werden als da wären: Tägliche Bewegung Ausgleichssport, Fett und Cholesterinarme Ernährung und wenn möglich Einstellung des Rauchens, was für sich alleine schon den größten möglichen Effekt in Bezug auf die Risikominimierung hat. Auf eine erneute Blutabnahme vor 6-8 Wochen können Sie verzichten, da die Abweichungen nicht im Grenzbereich liegen, sonder satt im pathologischen Bereich. Die o. g. Maßnahmen brauchen aber mindestens diese Zeit bis sich das Lipidprofil zum Positiven verändert. Gelingt dies nicht, kann mit sog. Statinen (Z.b. Simvastatin) der Cholesterin wert gesenkt werden. Am wirksamsten ist wohl das Päparat Sortis, was aber von der gesetzlichen Kasse nicht mehr erstattet wird. Als alternative bietet sich die tägl Einnahmen von ungesättigten Fischfetten an. Es gibt inzwischen auch da ein als Medikament zugelassene Spezialiät (Omacor) mit dem ich auch sehr gute Erfahrungen für die Senkung beider Fettanteile gemacht habe, auch wenn dies ebenfalls selbst bezahlt werden muss. Ich hoffe Sie können Ihren Mann motivieren hier etwas zu tun. Sagen kann man halt viel...... aber tun muss in diesem Falle vor allem der Betroffene etwas. Da aber alles was vor dem Infarkt kommt nicht weh tut, ist es eben oft schwierig dafür die nötige Motivation aufzubringen. Dennoch haben Sie mit Ihrer Einschätzung recht, ich hoffe Sie können dies Ihrem Lebensgefährten vermitteln Mit freundlcihen Grüßen Dr. R. Berg
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