Kategorie: Innere Medizin |
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Frage: Angst vor Lungenkrankheit |
| Gefragt am 10.12.2010 13:47 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1021 |
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Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen)
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Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)
Lieber Patient,
Sie haben wenn ich Sie richtig verstanden haben, vor allem Angst vor den Folgen der Raucherzeit. Kann man daraus schliessen, das diese Zeit nun hinter Ihnen liegt und Sie sich nun in der Nichtraucherzeit befinden? Na dann erst mal herzlichen Glückwunsch. Weiter so. Selbst wenn Sie bis 23 j geraucht haben kommen Sie ja Gott sei dank "nur" auf 5x 1/2 Packjear und 1x 1Ganzes macht 3-4 Packyears (1 Schachtel pro Tag pro Jahr). Dies ist noch vergleichsweise wenig. Trotzdem bleibt die Furcht vor den Spätfolgen, oder reden wir Klartext dem Lungenkrebs. Ich lernte noch in meinem Studium, dass der Raucher nach 10 Jahre Abstinenz, das gleiche (niedrige) Risiko für Lungenkrebs wieder erreicht hätte, wie der Nichtraucher. Dies ist leider nicht ganz so. Zwar wird ein großer Teil der Auslöser des Lungenkrebes auch von den anderen Giftstoffen (teer, Nitrosamine ctc) die im Rauch sind verursacht aber , was die wenigsten wissen: Mit dem Rauch nimmt man auch das radioaktive Element Polonium, das in den Tabakblättern gespeichert ist und beim Verbrennen frei wird in die Lunge auf. Die Lunge des Rauchers, wie auch des Ex-Rauchers ist also mehr oder weniger stark (lebenslang) einer radioaktiven Strahlung ausgesetzt, in deren Folge eben auch noch nach sehr langer Zeit Krebs entstehen kann. Im Gegensatz zum Alkohol, den unsere Leber ja wieder vollständig abbauen kann, ist diese Folge bei der Zigarette leider nicht reversibel. Man kann sich das ungefähr so veranschaulichen: Jede Zigarette ist ein Los. Der Hauptgewinn ist der Lungenkrebs. Nach einer (ca. 15-20 Jährigen) Schonfrist, beginnt die Ziehung der Lose. Zu Anfang werden pro Jahr viele, dann einige dann nur noch wenige Lose gezogen, aber die Ziehung geht jedes Jahr weiter, wenn auch immer weniger "Hauptgewinne" gezogen werde. Also am besten sehen, dass man, oder andere gar nicht anfangen. Dennoch ist ihr Risiko noch sehr gering, und aus den Untersuchungen haben sich in dieser Richtung Lungenkrebs ja keine Hinweise ergeben. Dass Sie ihr Asthma gut behandeln sollen ist klar. Deswegen gehen sie ja nun auch zum Lungenarzt. (Was meinen Sie wie der sich freut,wenn Sie Ihm sagen können, dass Sie das Rauchen, als Hauptbelastung der Lunge schon aufgegeben haben! ) Ihre sonstigen Beschwerden würde ich wenn man alles berücksichtigt ebenfalls eher als vom Rücken ausgehend vermuten. Nun machen Sie erst einmal ihre Therapie zu ende, evt können Sie ihren Arzt fragen ob vorübergehend zum besseren Üben auch schmerzlindernde Medikamente angewandt werden können. Diese Maßnahmen für den Rücken sollten Sie nun mindestens 4-6 wochen durchhalten, bevor Sie zum Orthopäden gehen. Wenn diese Schmerzen bei Ihnen dazu führen sollten, dass Sie nun mit 24 Jahren schon anfangen etwas sorgfältiger auf Ihren Körper zu achten, so hätte das Ganze ja etwas Gutes bewirkt. (Asthma einstellen, Rauchen einstellen, Rückenmuskeln aufbauen, etc. ) Also wenn bei Ihnen auch beim Röntgen auch nichts schlimmes herauskommt, brachen Sie sich im Moment keine Sorgen zu machen. Mit der Tatsache, dass Sie freiwillig und ungezwungen in früheren Jahren Gift inhaliert haben, müssen sie sich abfinden und Ihre Konsequenzen daraus ziehen. Aber wie gesagt, es war doch relativ kurz, und die Menge also nicht so hoch, so keine Angst haben. Mit vielen Grüße R. Berg |
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