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Kategorie: Gynäkologie

Frage: Sehr leicht aufgebaute Schleimhaut in der FrühSS

Gefragt am 10.11.2010 22:51 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1026

Guten Tag,
am 06.09.2010 hatte ich eine FG in der 7. SSW ohne Ausschabung im 1. ÜZ nach erfolgreicher SS 04/2009, welche bis zum 13.09.2010 abblutete.
Nächste Blutung vom 08.10.2010 bis 11.10.2010. Übelkeit, Unterleibsziehen und Brustziehen seit dem 29.10.2010 durchgehend.
Negativer Schsngerschaftstest 05.11.2010 (10er), positiver Frühtest am 09.11.2010 (25er).
Kontrolltermin war eh am 09.11.2010, so dass dieser auch wahrgenommen wurde.
Die GMSchleimhaut war lt. FÄ nur leicht aufgebaut.
Weiterhin könnte es sein, dass sie eine Fruchth. im \\\\\\\\\\\\\\\"unteren Bereich\\\\\\\\\\\\\\\",gesehen hat. Sie meinte sie hoffe es sei keine Fruchth., da sie sich dann zu tief eingenistet habe und es zu einer Blutung kommen würde.
Andererseits könnte es auch einfach nichts sein(Äuftrieb???), da wir noch früh dran wären.
Falls es doch die Frucht ist gibt es dann eine Möglichkeit dem entgegenzuarbeiten bzw. die GMSchleimhaut aufzubauen?
Es wurde kein Bluttest o.ä. gemacht.
Nächster US-Termin in der Hoffnung, dass alles i.O. ist erst in 14 Tagen.
Danke im Voraus

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)

Liebe Fragende,
wenn ich Sie richtig verstanden haben, haben Sie Sorge, dass Sie wieder eine FG erleiden, oder sich die Frucht zu tief einnistet und ob es eine Möglichkeit gibt darauf und auf den GM Schleimhautaufbau einzuwirken.

1. Auf den Ort der Einnistung, haben weder Sie, noch der Frauenarzt, noch sonstwer Einfluss. Die befruchtete Eizelle, sich Ihren Platz selber aus. Dazu ist die ganze GM auch geeignet, bis auf den GM Hals, wo sich evt. Ihre Frucht schon befindet.
2. Es ist bekannt, dass es an diesem Ort häufiger zu Aborten in der Frühschwangerschaft kommt, als im Gebärmutterkörper. Warum ist letztlich nicht bekannt.
3. Auch der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und deren weitere Unterhaltung im SChwangerschaftsfall, steuert die Eizelle durch Hormonabgabe selbst. Ziel ist der Eierstock. Unter dem Einfluss, der befruchteten Eizelle bildet sich dort ein "Gelbkörper", der die Produktion der für die Schwangerschaft wichtigen Hormone übernimmt.
Mir ist leider keine Methode bekannt, mit dem sich diese in der beginnenden SChwangerschaft positiv beeinflussen ließe.
Man muss auch sagen, dass es sich bei den Frühabborten, wie Sie schon 2009 eine gehabt haben, wahrscheinlich in den meisten Fällen um eine "Notlandung" handelt, wenn der Körper schon erkennt, dass irgendetwas mit der Eizelle nicht stimmt. Die Wahrscheinlichkeit, dass man wenn man hier verssucht zu manipulieren, am Ende ein miß- oder fehlgebildetes Kind erhält ist doch sehr hoch.
Daher finde ich hat ihre Frauenärztin recht, wenn man der Natur hier ihren eigenen Lauf lässt. In 14 Tagen kann Sie mit dem US sicher die Sache genauer sehen.
Und zum Schluss nocht etwas: Nicht alle Eizellen, die sich etwas tiefer in der Gebärmutter einnisten, gehen ab. Oft entwickelt sich die ganze Schwangerschaft auch normal. Nur am Ende der SChwangerschaft muss man dann aufpassen, und sich überlegen, ob man das Kind z. B. per Kaiserschnitt entbindet, da ja die Frucht (bzw. später hauptsächlich die Placenta) sich leider ja vor dem Geburtskanal befindet.
Im Moment ist es denke ich das Beste erst einmal abzuarten und Tee zu trinken. Ich drücke Ihnen jedenfalls die Daumen, dass alles gut verläuft, wenn das was ihre Frauenärztin gesehen hat tatsächlich schon der Embryo war.
Mit herzlichen Grüße Dr. R. Berg
in dem sich aus dem Follikel aus dem die Eizelle stammt,

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