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Kategorie: Gynäkologie

Frage: Menstruation

Gefragt am 17.07.2011 14:49 Uhr | Einsatz: € 15,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1021
Bewertung: 4,7 (von 5 Sternen) Menstruation , 4.7 von 5 bei 1 Bewertungen ich bin 45 Jahre alt habe jedoch noch keine Anzeichen von Wechseljahresbeschwerden und vermute auch nicht, dass meine Probleme plötzlich davon rühren. Normalerweise habe ich einen sehr regelmässigen Zyklus ohne Zwischenblutungen oder Schmierblutungen. Noch nie gehabt. Ich habe Freitag

ich bin 45 Jahre alt habe jedoch noch keine Anzeichen von Wechseljahresbeschwerden und vermute auch nicht, dass meine Probleme plötzlich davon rühren. Normalerweise habe ich einen sehr regelmässigen Zyklus ohne Zwischenblutungen oder Schmierblutungen. Noch nie gehabt. Ich habe Freitag vor 4 Wochen meine Menstruation bekommen, etwas zu spät als üblich ( üblich alle 25 Tage diesmal erst nach 30 Tagen). Die Blutung war normal stark, eher etwas schwächer als sonst. Diesmal hat die Blutung jedoch nicht aufgehört. Es blutete 4 Tage normal, dann kam es zu einer Schmierblutung. D.h. bräunlicher Ausfluss, vor allem morgens auf der Toilette. diese Schmierblutung hatte ich dann exakt genau bis 14 Tage nach dem Begin nder Menstruation, also 10 Tage lang. Wieder Freitags, 14 Tage nach dem ich meine erste Menstruation bekommen hatte, wechselte die Schmierblutung in eine starke Blutung, die sich anfühlt als wäre es schon wieder eine Menstruationsblutung. Es handelt sich um eine ziemlich starke Blutung, jetzt schon seit drei tagen ohne weniger zu werden. Jetzt meine Fragen: Wieso kommt es plötzlich zu diesem braunen Ausfluss, den ich noch nie zuvor hatte, wieso habe ich dann nach 14 Tagen bereits weider eine Blutung? handelt es sich hierbei um eine ernetue Menstruation? Woran kann das alles liegen? Vor allem, was blutet im Moment so heftig ab? Schleimhaut hat sich in den letzten 14 Tagen kaum neu aufgebaut?Ich muss noch erwähnen, dass ich vor drei Wochen von meinem Hausarzt eine Cortisondepotspritze 20mg, die drei Wochen lang Cortison an den Körper abgibt, bekommen habe wegen starker Rückenschmerzen.

Im Voraus besten dank für alle Antworten. Bin sehr beunruhigt.

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)

Liebe Patientin,

zu sehr beunruhigen sollen Sie sich nicht, aber sie sollen der Ursache jetzt auf den Grund gehen. Der ganze Vorgang ist, wie sie ja selbst sagen, für Sie sehr ungewöhnlich.
Nun zu den möglichen Ursachen: Neben dem Beginn des Klimakteriums, können auch Scheiden- oder Gebärmutterhalsentzündungen zu anhaltenden Blutungen führen.
Auch Fehl/Mißbildungen in der Gebärmutterschleimhaut können für ungewöhlichen Blutungen sorgen. Diese Blutungen nehmen in der 5 und 6 Dekade generell zu, unabhängig vom Einsetzen des Klimakteriums.
Die Maßnahme die Sie nun ergreifen müssen ist das Aufsuchen eines Frauenarztes/tin, der die Möglichkeit zur Durchführung einer Abrasio und/oder einer Gebärmutterhals-spiegelung (Hysteroskopie) hat, oder Sie an entsprechende Einrichtungen empfehlen kann. Dies machen die gynäkologischen Abteilungen der Krankenhäuser, Beleggynäkologen, aber auch ambulante OP Zentren.
Das Material was man nach der Ausschabung der Gebärmutter erhält, wird dann zur Untersuchung weggeschickt. Dabei kann man sowohl mikrobiologisch (Auf Bakterien, Parasitzen, Infektionen) untersuchen wie auch Histologisch (auf das Vorliegen von abnormem Gewebe). Der Eingriff hat natürlich auch das Ziel die Blutung zu stoppen. Bei der Hysteroskopie wird zusätzlich das Innere der Gebärmutte mit einem Endoskop direkt in Augenschein genommen.
Bitte also baldmöglichst zum Frauenarzt, und einen Termin für diesen Eingriff ausmachen. Wenn sich bei der normalen gynäkologischen Untersuchung keine äußere Blutungsquelle finden läßt, kommt man um diese Maßnahme nicht herum.
Eine Cortisondepotspritze führt gemeinhin nicht zu solchen Beschwerden.
Mit vielen Grüßen und besten Wünschen Dr. R. Berg

Nachfrage
herzlichen dank für ihre anwort. ich habe ihren udn den rat meiner ärztin befolgt und habe eine ausschabung durchführen lassen. es wurde nichts gefunden. keine malignität udn auch kein polyp, myom etc, welches für die dauerblutung verantwortlich wäre. nach der ausschabung habe ich 14 tage später meine mens bekommen und nun exakt weitere 4 wochen später wieder. die ärzte im krankenhaus sind nun doch der meinung ,dass verantwortlich für das ganze hormionchaos doch diese depotcortisonspritze sei.
wie ist ihre einschätzung?

Rückantwort
Zunächst einmal Entschuldigung für die Zeitverzögerung, ich war im Ausland und nicht online.
Nach ihrer Schilderung würde ich mich auch der Einschätzung Ihrer Kollegen anschliessen. Es ist zwar nicht reglelhaft so, dass eine Kortisondepotspritze zu solchen Veränderungen führt, aber auch seltene Dingen passieren. Es könnte insofern auch mit dem Klimakterium zusammen hängen, da Cortison und Östrogene den gleichen chemischen Grundbaustein (das "Steroid" gerüst) zur Basis haben. Üben den Stoffwechselweg der Prostaglandinsynsthese können daraus über zwei verschiedene Wege sowohl Kortison wie auch geschlechtshormone entstehen. Dies ist normalerweise im Gleichgewicht. Aber gerade und hier schließt sich der Kreis, im Klimakterium ist diese Steuerung nicht so treffsicher, das hier ja eine Umstellungsphase herrrscht. So wäre es in Ihrem Falle denkbar, dass ein Teil der Depotsteroide zu Hormonen umgebaut wurden.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und dass Ihre hormonelle Umstellung sich bald wieder stabilisiert MfG Dr. Berg

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