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Kategorie: Augenheilkunde

Frage: 3D-Aufnahme der Netzhaut

Gefragt am 25.12.2011 17:54 Uhr | Einsatz: € 80,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1015
Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen) 3D-Aufnahme der Netzhaut , 5 von 5 bei 1 Bewertungen Habe zwei Fragen: Ich hatte vor 25 Jahren einen Schneeball aufs Auge bekommen. War damals nicht beim Augenarzt, weil ich die Verletzung mit Anfang 20 als nicht so schlimm empfand. Nun wurde bei mir vor fünf Wochen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung eine 3D-Aufnahme der Netzhaut gemacht, be

Habe zwei Fragen:
Ich hatte vor 25 Jahren einen Schneeball aufs Auge bekommen.
War damals nicht beim Augenarzt, weil ich die Verletzung mit Anfang 20 als nicht so schlimm empfand.
Nun wurde bei mir vor fünf Wochen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung eine 3D-Aufnahme der Netzhaut gemacht, bei der Gottt sei Dank alles in Ordnung war. Hätte man gesehen, wenn diese lange Zeit zurückliegende Verletzung Folgen z.B. in Form von feinsten Rissen in der Netzhaut gehabt hätte?

Dann habe ich eine weitere Frage: Ich bin im Lagerbereich tätig, wo mit Laserscannern der Klasse 2 gearbeitet wird.
Nun hat mir Anfang Dezember jemand absichtlich damit in die Augen gezielt. Hatte keinerlei Beschwerden, habe dennoch sowohl am gleichen Tag als auch vier Tage danach die Netzhaut mittels Pupillenerweiterung anschauen lassen, beide Male wurde Gott sei Dank nichts festgestellt.
Kann ich dann beruhigt sein, oder sollte ich, um ganz sicher zu gehen, da es hier ja um straf- und haftungsrechtliche Konsequenzen ginge, die Netzhaut schon wieder per 3D-Aufnahme anschauen lassen?
Vielen Dank

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)

Lieber Fragender,

zur Frage eins: Vermutlich nicht. Wir sind ein lebender Organismus. Sämtliche Zellen erneuern sich. Kommt es zu einem so schweren Trauma, dass eine ganze Reihe von Netzhautzellen zugrunde gehen, entsteht dort ein "blinder Fleck" da sich neues Netzhautgewebe nicht mehr mit den Sehnervenleitungen verbinden kann. Sind nur kleine Schäden an Netzhautzellen zu verzeichen, so werden diese "repariert". Die Gewalt war vor 25 Jahren offenbar nicht so stark, dass es zu einer dauerhaften Schädigung der Netzhaut kam. Die von Ihnen befürchteten feinen Risse wären längst wieder verschwunden. Umgekehrt könnte man schon feststellen, wenn größere Teile der Netzhaut damals dauerhaft untergegangen wären. Aber meistens bemerken die Patienten dann auch eine Verschlechterung des Sehvermögens, was bei Ihnen ja nicht der Fall ist.
zur Frage 2 Sie können beruhigt sein. Wenn es nach 4 Tagen nichts zu entdecken gab, ist nicht damit zu rechnen, dass noch Ausfälle auftreten würden. Ich gehe auch davon aus, dass die Zeitdauer in der der Laser durch die Pupille geleuchtet hat ja nur kurz war. Also auch hier Entwarunung. Weitere Untersuchungen machen nur Sinn, falls wider Erwarten Sie irgendwelche Sehstörungen bekämen.
Mit vielen Weichnachtsgrüßen Dr. R. Berg

Nachfrage
Habe noch eine kurze Rückfrage zur zweiten Frage: Sie schreiben "Ich gehe davon aus, dass die Zeitdauer, in der der Laser durch die Pupille geleuchtet hat, nur kurz war."
Verstehe ich Sie da richtig, daraus, dass man bei beiden Untersuchungen nichts gesehen hat, schließen Sie, dass die Zeit zu kurz war, als dass Schäden enstehen könnten, denn sonst wären sie schon sichtbar gewesen?
Oder ist das vielleicht so gemeint, dass, falls die Zeit vielleicht doch nicht so kurz war, doch noch erst später Schäden sichtbar werden können?
Vielen Dank nochmals,

Rückantwort
Ich meine dass die Zeit zu kurz war um Schäden entstehen zu lassen. Laser ist gebündeltes Licht. Die bei Auftreffen des Laserstrahle auf ein Gewebe damit übertragenen Energie hängt zum einen von der Stärke und Wellenlänge des Laser (Energiedichte) ab und natürlich, wie lange diese Energie auf einen bestimmten Punkt einwirkt.
Die Zeit von 4 Tage ist auf jeden Fall ausreichend vom zeitlichen Abstand. Wenn bis dahin keine Gewebeschäden zu sehen waren ist nichts mehr zu erwarten Mit vielen Grüßen R. Berg

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