Kategorie: Allgemeinmedizin |
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Frage: Schweissattacken |
| Gefragt am 19.08.2011 18:17 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1012 |
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Ich bin männlich, 30 Jahre alt, 186cm gross, 86kg schwer. Ich betreibe seit zehn Jahren durchschnittlich 2x/Woche Sport, würde mich also als durchschnittlich fit bezeichnen. |
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Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)
Lieber Fragender,
danke für die ausführliche Schilderung ihres Problems. Sie sind nach Ihren Beobachtungen am ehesten geneigt ihr SChwitzen auf eine Unterzuckerung zurückzuführen. 1. Es ist zwar richtige, dass Unterzucker zu Schweissausbrüchen führt, allerdings muss der Zuckerspiegel dann entweder sehr schnell oder sehr tief absinken. Auch wenn ich diese Möglichkeit eher für unwahrscheinlich halte, sollten Sie dies am besten bei einem "Diabetologen" ( das kann ein FA für Allgemeinmedizin oder Internist mit entspr. Zusatzbezeichnung s.u. sein) abklären lassen. Dort wird ein Blutzuckertagesprofil erstellt und in Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme ausgewertet. (in der Regel erhalten Sie ein Blutzuckermessgerät auf dem Sie nach Einweisung, die Werte jederzeit selbst bestimmen und aufzeichnen können. Damit läßt sich ein Zusammenhang mit dem Diabetes herstellen, oder auch nicht. 2. Es könnte auch eine Störung der Regulierung der Schweissdrüsen sein (Hyperhidrose). Diese Hyperhidrosen können sowohl angeboren, wie auch erworben sein. Sie können rein organisch bedingt sein, aber auch durch psychische Einflüsse ausgelöst werden. Dementsprechned groß ist auch die Anzahl der Fachrichtungen die sich mit diesem Problem beschäftigen. Zunächst einmal würde ich Ihnen raten, wenn das mit dem Diabetes sich nicht bestätigt einen Dermatologen=Hautarzt aufzusuchen. Dort können Tests zur Schweisssekrtetion oder bestimmte Provokationen zur Auslösung eines Schweissausbruches durchgeführt werden. 3. Gehen Sie aber als erstes zu Ihrem Hausarzt. Durch einen ersten Allgemeincheck am besten mit Blutuntersuchungen, sollten vor der Speziellen Abklärung auch andere Ursachen (z.b. Schwindsucht(TBC), Tumoren, oder Störungen im Cortisionhaushalt) ausgeschlossen werden. Wenn sich dort der Verdacht auf eine Ursache im Zuckerstoffwechsel nicht bestätigt, kann auch direkt z.b. in die Hautklinik überwiesen werden. Aber vor allem sollte ausgeschlossen werden, dass ihre Schweissausbrüche nur ein Nebensyptom einer schwerereren Grunderkrankung oder chronischen Infektion sind. Mit besten Wünschen R. Berg |
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