Kategorie: Allgemeinmedizin |
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Frage: Ich weiß nicht mehr weiter....... |
| Gefragt am 20.05.2011 07:42 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1031 |
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Hallo, ich habe da eine Frage, denn von den Ärzten fühle ich mich im Stich gelassen. |
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Beantwortet von Dr. med. Ralf Berg (Profil ansehen)
Lieber Patient,
vielen Dank für die ausführliche Darstellung Ihrer Symptome. Zunächst ist festzustellen, dass man bei Ihnen wirklich umfassend und stadiengerecht das Problem abgeklärt hat. Auch ist gut, dass man bei Ihnen weder HIV, Speiseröhrenkrebs, oder Magengeschwüre als Ursache gefunden hat. Dass Magen-Darmbeschwerden zu Rezidiven neigen, sollte Ihr Vertrauen in die Ärzte nicht erschüttern. Da ja Ihr Magen jeden Tag Nahrung verdauen muss, kann man ja die Säureproduktion nicht ganz abstellen. Sie haben ja wie sie bemerkten durch diese ganzen Krankheitsschübe schon an Gewicht verloren. Gerade im Magen-Darm Bereich läßt sich nicht für alle Beschwerden eine organische Ursache finden. Es kommt oft auch zu "funktionellen" oder psychosomatischen Beschwerden. An organischen Krankheiten fällen mir nur noch endokrinologische Erkrankungen ein, (z.b. Zollinger Ellison Syndrom) die noch genauer abgeklärt werden könnten. Einfach mal mit Ihren Drs. sprechen ob dies schon erfolgt ist. Eine Sache in der Anamnese fehlt noch: Sind sie Raucher? Falls nein herzlichen Glückwunsch, falls ja bitte sofort ein Entwöhnungsprogramm starten. Nikotin ist der Säurelocker und kann bei entsprechender Sensibilsierung für all diese Probleme und vor allem für das Wiederauftreten verantwortlich sein. Falls dies nicht zutrifft, stehen wir wieder ganz am Anfang. Da war die Rede von viel Stress/Burnout/Antriebslosigkeit. Hat sich hier grundlegend etwas geändert? Oder könnten die (auch nur latent) weiter vorhandenen Anspannungen die Rückkehr der Symptome erklären. Falls ja rate ich Ihnen ein Entspannungstraining zu beginnen. Dies kann Sport, Yoga, aber auch eine Gesprächstherapie sein. Wie sieht es mit der Ernährung aus. Sind sie hier schon beraten worden? Wenn eine (nicht patholgische) Neigung zur vermehrter Säurebildung besteht, kann man dem durch entsprechende Ernährung entgegenwirken. Auch muss man darauf einfach Rücksicht nehmen und bestimmte Nahrungsmittel von der Essensliste streichen. Zusammenfassend: Ihre Symptome sind wohlbekannt. Es sind Reizzustände von Magen und Speiseröhre. Nach der gesamten Diagnostik scheint eine (abgesehen vom derz. Pilzbefall) organische Ursache nicht vorzuliegen. Immer dann besteht die Therapie in eine Umstellung des Ernährungsverhaltens, und /oder einer anderen Verarbeitung von Stress. Ich glaube die erste Einschätzung der möglichen Ursache Ihrer Beschwerden lag gar nicht so weit daneben. Das Problem besteht ja weniger in der "Heilung" der Symptome, was bei Ihnen ja schon mehrfach geglückt ist, sondern darin dass diese einfach immer wieder kommen. Hier müssen Sie ansetzen und hier sind meines Erachtens die oben aufgezeigten Wege nun einzuschlagen. Nur Mut, denn dabei können Sie selbst sehr viel mehr tun, wie das bei einem Magentumor der Fall wäre. Mit vielen Grüßen R. Berg
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