| Kategorie: Sonstige Frage an Steuerberater |
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| Frage: Privatdarlehen für Eigentumswohnung |
| Einsatz: € 30,00 |
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Ich möchte zusammen mit meiner Freundin, mit der ich noch nicht verheiratet bin, eine Eigentumswohnung zum Eigennutz kaufen. Kaufpreis 120.000 EUR. |
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Beantwortet von Dipl.BW/SB Ulrich Stiller (Profil ansehen)
Sehr geehrter Ratsuchender,
besten Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Grund Ihrer Angaben und vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte: Ihre Eltern sind nahe Angehörige im Sinne des § 15 Abs. 1 Ziff.3 AO. Verträge, dazu gehört auch der Darlehensvertrag, bedürfen steuerlich besonderer Aufmerksamkeit, da sie nur dann anerkannt werden, wenn derartige Verträge wie unter fremden Dritten durchgeführt werden. Da der Notar verpflichtet ist, ein Exemplar des Kaufvertrages dem Finanzamt zukommen zu lassen, sind Fragen des Finanzamtes an Sie bzw. Ihre Freundin aber eventuell auch an die Eltern, vorprogrammiert. So führt die Gewährung eines zinslosen Darlehens unweigerlich zur Schenkungssteuer (BFH Beschluss vom 14.01.2010 - II B 112/09 (NV)veröffentlicht am 07.04.2010). Ein zinsloses Darlehen wäre daher schädlich. Sowohl die Vereinbarung als auch die Durchführung eines Darlehensvertrags zwischen nahen Angehörigen müssen dem entsprechen, was zwischen Fremden üblich ist. Daher muss eine Vereinbarung über die Laufzeit und über Art und Zeit der Rückzahlung getroffen werden. Die Zinsen müssen zudem zu den Fälligkeitszeitpunkten entrichtet werden und der Rückzahlungsanspruch ist bei langfristiger Laufzeit ausreichend zu sichern, z.B. durch Eintragung einer Grundschuld. Sie sollten die Verträge durch einen Steuerberater überprüfen lassen. Gerne kann ich dies im Rahmen eines Mandates für Sie tun unter Anrechnung der hier gezahlten Gebühr. Bei Interesse setzen Sie sich bitte unter meiner E-Mail-Adresse StillerStB@gmx.de mit mir in Verbindung. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Stiller Steuerberater/Dipl.Betriebswirt
Nachfrage Rückantwort |
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