Kategorie: Sonstige Frage an Steuerberater |
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Frage: Hausverkauf - Spekulationsfrist/Nachversteuerung |
| Gefragt am 21.07.2009 12:48 Uhr | Einsatz: € 35,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1047 |
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Beantwortet von Michael Herrmann (Profil ansehen)
Sehr geehrter Fragesteller,
zunächst einmal vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben und vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung gerne beantworte. Die Beantwortung erfolgt gemäß der Sachverhaltsschilderung. Fehlende oder fehlerhafte Angaben zu den tatsächlichen Verhältnissen können das rechtliche Ergebnis beeinflussen. Der Besteuerung des Erlöses aus dem privaten Veräußerungsgeschäft unterliegt grundsätzlich der gesamte Verkauf. Ob einzelne Bestandteile nicht der Spekulationsbesteuerung zu unterwerfen sind, ist in Bezug auf die Erwerbsverhältnisse zu beurteilen. Grundsätzlich ist ein Verkauf steuerlich unbeachtlich, wenn die Anschaffung bzw. die Anschaffung des Rechtsvorgängers mehr als 10 Jahre zurückliegt und der Erwerb vom Rechtsvorgänger unentgeltlich erfolgte. Weiterhin ist der Erlös nicht steuerbar, wenn in den Jahren vor Veräußerung Eigennutzung stattgefunden hat. Folglich kann der Verkauf nur bei Vorliegen dieser Voraussetzungen steuerfrei sein. Somit ist nur der im Jahr 2000 durch Erbschaft erworbene Gebäudeteil außerhalb der Spekulationsfrist. Der Gebäudeteil der von der Schwester erworben wurde, ist mit der Ausgleichszahlung als Anschaffungskosten Bestandteil eines steuerpflichtigen Veräußerungsgeschäftes. Gleiches gilt für das im Jahr 2000 erworbene Grundstück. Die Spekulationsfrist ist je nach Anschaffung des Grundstückteils getrennt zu berechnen. Maßgeblich für die Frist ist das Datum der Kauf- bzw. Verkaufsverträge (obligatorische Rechtsgeschäfte). Zwischen diesen Veträgen muss ein Zeitraum von mehr als 10 Jahren liegen. Zu beachten ist auch, dass von den Anschaffungskosten die Abschreibungen, die bis zur Veräußerung geltend gemacht worden sind, abgezogen werden müssen. Entsprechend der Sachverhaltsschilderung sollte der Kaufvertrag über das Erpachtgrundstück maßgeblich für den frühestmöglichen Zeitpunkt der steuerfreien Veräußerung sein, da es als letztes angeschafft wurde. Eine Rückforderung von steuerlichen Vorteilen bezüglich der Aufwendunegn aus den Vorjahren dürfte meiner Ansicht nach nicht erfolgen, da die Erhaltungsaufwendungen nicht in Zusammnehang mit dem Verkauf stehen. Die Nachversteuerung von Abschreibungen erfolgt nur im Zusammenhang mit den zu vermeidenden Veräußerungsgeschäften. Ich hoffe Ihnen mit diesen Angaben einen ausreichenden Überblick über den Sachverhalt gegeben zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen Michael Herrmann Dipl.-Finanzwirt (FH) Steuerberater Weitere Fragen zum Thema "Sonstige Frage an Steuerberater" lesen! |
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