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Kategorie: Erziehung

Frage: Jagdtrieb

Gefragt am 06.06.2011 13:41 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1020

Guten Tag,

wir haben seit einer Woche eine Schäferhund-Husky-Mischlingshündin, sie ist 2 1/2 Jahre alt. Sie hat ein liebes Wesen, ist kinderlieb, mit allen Hunden verträglich, ob Hündin oder Rüde. Jedoch besitzt sie einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb. Wir wohnen direkt am Wald. Lassen wir sie von der Leine und sie nimmt Witterung auf, dann rennt sie los und hört auch nicht mehr auf die Hundepfeife (das mit der Hundepfeife hat die Vorbesitzerin ihr beigebracht). Nach ca. 1-2 min. taucht sie wieder auf. Sie lässt sich auch nicht durch einen Ball ablenken. Das ist jedesmal sehr ärgerlich für uns. Können Sie uns einen Rat geben? Wir hatten 13 Jahre lang eine Schäferhündin, sind aber jetzt mit unserem Latein am Ende.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen

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Antwort

Beantwortet von Alexandra Angrick (Profil ansehen)

Lieber Hundefreund,

Als erste Maßnahme würde ich Ihnen empfehlen, sie nicht mehr von der Leine zu lassen und sich eine Schleppleine zu besorgen. Denn um so häufiger sie einem Hasen hinter her rennt, desto spaßiger und interessanter wird es für Ihre Hündin jagen zu gehen. Es ist nicht leicht mit einer langen Leine, aber ich sehe da vorerst keine andere Möglichkeit. Bitte benutzen sie bei der Schleppleine Handschuhe, denn ein abruptes Losrennen Ihres Hundes kann Verbrennungen mit der Leine zur Folge haben. Ich würde Ihnen erst 5 Meter empfehlen und dann später auf 10 Meter erhöhen.

Dann würde ich Ihnen empfehlen, sich einen Apportiergegenstandt zu besorgen und ihm das Apportieren beizubringen. Denn Ihr Hund hat einfach Lust zu jagen. Es ist hierbei wichtig, das Jagdverhalten umzuleiten - in eine gemeinsame Jagd mit Ihnen.
Der nächste Schritt wäre dann, ihn auf dem Spaziergang mehr zu beschäftigen z.B. mit dem Apportieren. In der Rest der Zeit bleibt er einfach an der Schleppleine.
Das Pfeifentraining sollten Sie weiterhin in allen Situationen üben, in denen er sich noch "abrufen" lässt. Z.B. wenn er nach einem anderen Hund oder wenn er intensiv schnuppert usw.....
Dann haben Sie mehr Möglichkeiten, Ihn später von einem Hasen abzurufen.

Sollte all das klappen, können Sie als nächsten Schritt die Schleppleine fallen lassen und später sogar abmachen.............aber das ist nicht bei allen Hunden möglich, denn der Reiz einem Hasen hinter her zu rennen ist besonders groß!

Bleiben Sie für Ihren Hund spannend, jagen Sie mit ihm, lenken Sie ihn ab und beobachten Sie ihn gut. Sobald er nur den kleinsten Ansatz zeigt, einen Hasen jagen zu wollen, lenken Sie ihn um - in ein gemeinsames Jagen mit Ihnen.


Für den Fall, dass Sie in der Nähe von Köln wohnen, können wir auch gerne einen gemeinsamen Spaziergang vereinbaren.
Auf meiner Internetseite zu meiner Hundeschule (s.u.) finden Sie weitere Informationen über mich und meine Arbeit als Hundetrainerin.


Mit freundlichen Grüßen

Alex Angrick
Hundetrainerin

Valderstr. 35
50374 Erftstadt

Tel.: 0163-6370319
mailto:info@alexangrick.de
http://www.alexangrick.de

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