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Kategorie: Krankenversicherung Privat

Frage: Abschluss

Gefragt am 25.09.2009 17:08 Uhr | Einsatz: € 15,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1020

Hallo,
ich habe eine Frage bezüglich der Privaten Krankenversicherung ( PKV ).
Ich wollte mich privat kranken versichern, da ich selbstständig bin. Man schickte mir einen Gesundheitsfragebogen, den mein Hausarzt auszufüllen hatte. Dies hat er getan. Er hat dabei ein Kürzel verwendet, das besagt, dass ich mit mir nicht selbst im "Reinen" bin. Ich mache zur Zeit eine Psychotherapeutische Therapie aufgrund eines sexuellen Missbrauchs. Das Kürzel lautet wie folgt: F29. Die Gesellschaft, bei welcher ich die Versicherung abschliessen wollte, hat mich nun abgelehnt. Am Telefon sagte mir die Versicherungsvertreterin, dass mich jede PKV deshalb ablehnen würde. Nun meine Frage: Entspricht dies der Wahrheit?

Vielen Dank im Vorraus.

S. Deutsch

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Antwort

Beantwortet von Andonis Warsakis (Profil ansehen)

Hallo,

tatsächlich gibt es in Deutschland eine sogenannte Risikowagnis-Datei. Dort werden sämtliche abgelehnten KV-Anträge gespeichert, die dann auch von anderen Gesellschaften eingesehen werden können. Bei einem entsprechenden Eintrag hat es ein Versicherungsnehmer sehr schwer eine KV zu bekommen.

Darum stellt man, i.d.R. vorher, eine so genannte Vorabanfrage. D.h., ohne Ihren Namen anzugeben wird eine Anfrage mit allen Daten und Gesundheitsfragen bei der Gesellschaft eingereicht. Die beurteilen dann die Annahme. Bei negativem Ausgang haben Sie zwar die Erkenntnis, von dieser Gesellschaft nicht angenommen zu werden, da Sie aber nicht in die Risikowagnisdatei kommen, können Sie bei anderen Gesellschaften eine erneute Anfrage stellen.

Allerderdings ist es tatsächlich schwierig, bei einer vorangegangenen Psychotherapeutische Therapie, eine normale PKV zu bekommen, wenn die letzte Behandlung noch nicht min. fünf Jahre her ist. In den Basistarif kommen Sie aber immer, leider nur zu Leistungen auf GKV Niveau und zu meist höheren Beiträgen.

Ich hoffe Ihnen mit dieser Antwort geholfen zu haben.

Herzliche Grüße,

Andonis Warsakis

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