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Bitte um Einschätzung zur Aussage des Bauträgers zur Ursache Geräuschbildung Fliesen beim Betreten

Gefragt am 13.09.2014
12:18 Uhr | Einsatz: € 30,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1964

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben vor 5 Jahren ein Reihenmittelhaus gekauft. Vor Ablauf der 5-Jahresfrist haben wir mit einem Gutachter eine Überprüfung auf Mängel vorgenommen. Hierbei hat er festgestellt: Der Bodenaufbau im EG knackt beim Betreten (die Geräuschbildung war bei der Ortsbesichtigung insbesondere im Bereich vor dem Treppenantritt zum Obergeschoss und vor der Schwelle zur Terrassentüre zu hören. Vermutung des Gutachters war, dass es sich z.B. um einen gelösten und eingeklemmten Brösel vom Estrich handeln könnte.

Das Knacken wird ausgelöst wenn man die Treppe aus dem 1. OG hinuntergeht und wenn man sich im EG dem Treppentritt nähert (bis zur Entfernung von 3 Meter).

Der Bauträger konnte das beim Vor-Ort-Termin selber nachvollziehen. Der beauftragte Handwerker hat dann die Fuge zwischen Fliese und Treppenansatz aufgemacht und geprüft ob hier etwas eingeklemmt ist. Er hat Dämmmaterial entfernt. Danach war das Knacken eher stärker als vorher.

Der Bauträger hat daraufhin wie folgt geantwortet und die weitere Verfolgung als Mangel abgelehnt:

Vermutlich kommt es zu einer Bewegung zwischen Trittstufe und Setzstufe der Treppenkonstruktion, die das Geräusch auslöst. Wir haben deshalb mit der Firma ... Kontakt aufgenommen, die die Treppe geliefert und eingebaut hat. Fa. ... teilt hierzu mit, dass die Treppenkonstruktion ein schwingendes System darstellt, bei dem sich im Gebrauch Schraubverbindungen mit der Zeit lockern können und nachgezogen werden müssen. Ein Gewährleistungsmangel liegt hier nicht vor.

Beim sog. schwimmenden Estrich eines Fußbodenaufbaus handelt es sich um eine ca. 4 bis 5 cm dünne Betonschicht auf einer Trittschalldämmung, die flexibel sein muss, damit keine durch das Gehen verursachten Schwingungen auf die Massivdecke übertragen werden. Diese Konstruktion bedingt, dass die Estrichplatte bei Belastung an einer Stelle leicht nachgibt und sich an einer anderen Stelle leicht aufwölbt. Wenn die Setzstufe der Treppe auf dem Estrich aufsteht, kann dies sehr wohl dazu führen, dass diese durch das leichte Aufwölben der Estrichplatte bewegt wird und Knarzgeräusche entstehen. Dass sich nach dem entfernen der Silikonfuge die Geräusche verstärkt haben spricht dafür, dass die Geräuschbildung von der gelockerten Setzstufe herrührt.

Mich würde die Einschätzung eines Sachverständigen interessieren ob die Einlassung des Bauträgers plausibel erscheint oder was als Ursache wahrscheinlicher erscheint.

Vielen Dank für die Beantwortung.

Fragesteller Fragesteller Gefragt am 13.09.2014
12:18 Uhr
öffentlich bestellte Josef Faßbender öffentlich bestellte Josef Faßbender Beantwortet am 13.09.2014
14:57 Uhr

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Beantwortet am 13.09.2014 14:57 Uhr | Einsatz: € 30,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1964

Antwort von öffentlich bestellte Josef Faßbender (Frage zu Sonstige Frage an Sachverständigen)

Sehr geehrter Fragesteller,

die Ursachen für eine Trittschallübertragung können so vielseitig sein, dass man dies nicht so pauschal beantworten kann.

Grundsätzlich muss hier die Vertragssituation in Bezug auf die Gewährleistung und die eventuell in der Wartungsanleitung der Treppe vorgegebenen Arbeiten nachzuprüfen ( sollte es von der Treppe her kommen )

Im Allgemeinen kann man Treppenkonstruktionen mit einer Schallentkopplung versehen ...



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