Kategorie: Urologie |
|---|
Frage: Nochmalige Frage zum HWI mit Serratia & Behandlung mit Gentamycin |
| Gefragt am 06.11.2010 22:57 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1018 |
|
Vielen Dank für Ihre Antwort. |
Klicken Sie hier und fragen Sie einen Arzt zum Thema Urologie!
| Antwort |
|---|
|
Beantwortet von Dr. med. Olaf Stephan (Profil ansehen)
Sehr geehrter Fragender,
hämatogen bedeutet in diesem Fall, dass die Bakterien aus dem Darm beispielsweise mit dem strömenden Blut in den Bereich der Harnwege gelangt sind, zur Sicherheit und auch zur Planung einer ggf. weiteren Therapie sollte der Urin einige Tage nach Abschluss der Behandlung mit dem Antibiotikum per Urinstatus und kulturell überprüft werden. Natürlich kann es unter einer Therapie mit Antibiotika zum Auftreten neuer Resistenzen kommen, das läßt sich leider nicht vermeiden, allerding muss es nicht zwangsläufig passieren. Im Laufe der Zeit verlieren sich diese Resistenzen aber wieder, da es im Bereich der Bakterienpopulation zu einem Übergewicht der nichtresistenten Individuen kommt. Da es aber im Moment bei Ihnen noch Möglichkeiten der Behandlung gibt und offenbar auch mehrere Bakterienarten nachgewiesen wurden, rate ich Ihnen nach wie vor derzeitig zu einer Behandlung, es läßt sich niemals ganz ausschließen, dass sich auch ein chronischer und asymptomatischer Harnwegsinfekt unter gewissen Umständen bis zu einer Urosepsis entwickeln kann. Die Gefahr einer Hörschädigung ist unter der Therapie nicht sehr groß, deswegen wird ja auch nur 5 Tage und mit 160 mg therapiert. Eine Kombination mit 1 g ASS ist in diesem Fall nicht angeraten, da kann es auch zusätzliche Nebenwirkungen geben, eine Kombination mit Nitrofurantoin halte ich für sehr sinnvoll, da der zweite Keim darauf sensibel ist und sie ist auch ohne weiteres möglich. Spezielle Hygienemaßnahmen müssen Sie nicht beachten und die Infektion ist auch nicht ansteckend. Mit freundlichen Grüßen O. Stephan. |
Klicken Sie hier und fragen Sie einen Arzt zum Thema Urologie!
