Kategorie: Sportmedizin |
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Frage: Krafttraining mit pfo |
| Gefragt am 24.11.2009 20:23 Uhr | Einsatz: € 25,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1029 |
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Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen)
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Beantwortet von Dr.med. Tobias Theben (Profil ansehen)
Sehr geehrter Patient,
allein die Tatsache, daß Sie 26 Jahre alt wurden, bevor dieser in der Tat allgemein verbreitete "Herzfehler" festgestellt wurde, zeigt, daß er wohl über Jahrzehnte hinweg ohne jegliche Beschwerden verlief und sie ihn ohne die aufwändigen Untersuchungen wahrscheinlich gar nicht bemerkt hätten. Ob er für die angegebenen Beschwerden verantwortlich ist, ist ohnehin mehr als fraglich. Das persistierende foramen ovale ist in unterschiedlichen Ausprägungen in der Tat in der Bevölkerung weit verbreitet und im Allgemeinen hämodynamisch nicht relevant - es kommt also zumeist nicht zu einer Durchmischung der Blutströme zwischen linkem und rechtem Vorhof. Das relativ kleine Foramen ovale stellt eine Lücke der Trennwand zwischen rechtem und linkem Vorhof des fetalen Herzens dar und besteht aus zwei kleinen sich überlappenden Segeln. Zumeist verschließt es sich spontan kurz nach der Geburt, bei 25% der Bevölkerung bleibt ein kleiner Durchgang offen bzw ist bei Autopsien sondierbar. Auf Ihre Belastbarkeit, was Herz und Gefäße angeht sollte dies jedoch keine wesentlichen Auswirkungen haben, und ich kann Sie daher nur beruhigen und Sie ermutigen, auch weiterhin ohne größere Sorgen im Fitneßstudio zu trainieren. Dennoch sollten Sie wissen, daß Ausdauertraining (Volumenbelastung des Herzens) und exzessives Krafttraining (Druck- und Volumenbelastung) ihr Herz schon im positiven fordern und trainieren werden, daher sollten Sie von Zeit zu Zeit einen ärztlichen check durchführen, der weiterhin bestätigt, daß keine größeren Defekte der Herzscheidewand vorhanden sind. Wäre dies der Fall, könnten Sie an Belastungen wie Gewichte stemmen und Cross-Trainer ohnehin gar nicht denken... Sollten ähnliche Beschwerden (Schwindel, Schmerzen im Arm) erneut auftreten, sollten Sie Ihren Hausarzt noch einmal zu Rate ziehen um weitere Ursachen für plötzlichen Schwindel (Gleichgewichtsorgan, Kreislauf, Nervenerkrankungen, Wirbelblockaden der Halswirbelsäule, Synkopen, Infekte) zuverlässig ausschließen zu können. Ich wünsche Ihnen weiter viel Erfolg und Spaß beim Training - wenn Sie ein gutes Gefühl für die eigenen körperlichen Grenzen haben, werden Sie sicher nur profitieren. Ihr Tobias Theben
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