Frag einen Arzt

Frage stellen
Einsatz festlegen
Antwort erhalten
Hier Frage stellen!

Kategorie: Sportmedizin

Frage: Arthrose mit Osteonekrose

Gefragt am 05.04.2011 11:12 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1055

Hallo,

ich habe einen MRT Befund bekommen. Retropattelararthrose mit kleiner Osteonekrose am Femur. Vor einem halben Jahr hatte ich ein Knochenmarködem ... die Osteonekrose bzw Arthrose hat sich wohl daraus entwickelt. Meine Frage ist, ob mit einer Stoßwellentherapie (hochenergetisch) die Knochenverletzung (Osteonekrose) heilbar ist und somit die Chance besteht, dass die Arthrose sich nicht verschlimmert? Welche Möglichkeiten habe ich sonst noch, wieder sportlich aktiv werden zu können?
Ich wohne im Raum Leipzig, welcher Arzt in der Umgebung kann hier empfohlen werden?

Ich bin erst 26 und wiege 85 kg.

Danke

Weitere Fragen zum Thema "Sportmedizin" lesen!

  Haben Sie auch eine Frage?
Klicken Sie hier und fragen Sie einen Arzt zum Thema Sportmedizin!
Antwort

Beantwortet von Christian Klein (Profil ansehen)

Guten Tag,
So wie Sie die Geschichte erzählen haben Sie 2 krankhafte Befunde in Ihrem Knie. Zum einen eine Knorpelschädigung/Arthrose an der Kniescheibe, die leider nicht mehr rueckgängig gemacht werden kann. Hier kann mit z.b Gewichtsabnahme, spezifischer Muskelkräftigung etc. ein weiteres Voranschreiten verlangsamt werden. Allerdings sind die Kernspinbefunde manchmal auch etwas uebertrieben, so dass etwas Verschleiss an der Kniescheibe nicht allzuschlimm ist.
Zweitens bestand ein kleines Knochenmarködem (Stadium 1 einer Osteonekrose), welches sich möglicherweise zu einer Osteonekrose Stadium 2 oder 3 verschlechtert hat, was aber vom Kernspinbefund abhängig ist. Die Frage ist, ob es zu einer Verschlimmerung gekommen ist?
Insgesamt heilen diese Osteonekrosen im jugendlichen Alter eher selten komplett aus, sondern können sich ueber Monate bis zum Stadium 4, d.h einem Defekt im Knorpel bis auf den Knochen, entwickeln.
Fuer jedes Stadium gibt es Therapieempfehlungen, die von Medikamenten wie z.b Bisphosphonaten, Calcitonin ueber kurzfristige Teilbelastung, Gewichtsreduktion, Aufhören mit Rauchen(!) zu den Behandlungen mit Ultraschall/Stosswelle oder Magnetfeld reichen. Leider ist nicht sicher bewiesen, ob diese Massnahmen helfen, aber schaden tun sie selten und wer sich diese Massnahmen finanziell leisten kann, kann es versuchen. Allen gemeinsam ist die Idee, den Knochenstoffwechsel anzuregen oder den Abbau zu stoppen.
Sollte Ihr Knie aber schmerzen und bei Belastung anschwellen, so dass sich Fluessigkeit im Knie bildet, empfehle ich die Erwägung einer Arthroskopie, bei der je nach Grösse und Stadium der Osteonekrose eine Anbohrung, Refixation mit Pins oder Schrauben oder sogar Knorpel-/Knochenzylindertransplantation aus einer anderen Stelle im Knie erforderlich sind.
Da Kollegen in kleineren Praxen die letztgenannten Massnahmen oft nicht durchfuehren koennen oder wollen und doch eher zu den "teureren" Alternativen raten, empfehle ich, sich in einer Sportler- oder Kniesprechstunde einer grösseren Klinik z.b uniklinik Leipzig vorzustellen, da nur dort das gesamte v.a operative Spektrum beherrscht wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen, als Tipp könnten Sie nächstes mal vielleicht den Kernspinbefund beifuegen.

Gruss,
Dr. Ch. Klein

Nachfrage
Die Ärzte in der Uniklinik konnten mir leider nicht weiterhelfen ... eine Operation scheidet für mich bisher völlig aus!

Kennen Sie vielleicht einen guten Arzt in Berlin? Vorwiegend mit Spezialisierung auf Nicht operative Methoden.


Danke,

Rückantwort
Wenn OP nicht in Frage kommt z.B ganzheitlich ausgerichtete orthopädische Praxis versuchen...eine unter sicher vielen ist unter www.docortho.com zu besichtigen. Dort wird u.a Akupunktur angeboten, was dort in der Forschungsgruppe Akupunktur erlernt wurde. Die kenne ich und haben guten Ruf. Kostet auch nicht gleich die Welt, wird aber erst von den Krankenkassen übernommen, wenn die Arthrose Beschwerden über 6 Monate macht.

Gruß,

Dr. Ch.Klein

Weitere Fragen zum Thema "Sportmedizin" lesen!

  Haben Sie auch eine Frage?
Klicken Sie hier und fragen Sie einen Arzt zum Thema Sportmedizin!