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Kategorie: sonstige Frage an Ärzte
Frage: Stechen in der linken Brust
Einsatz: € 10,00
Bewertung: 3,7 (von 5 Sternen)

Hallo,

ich war wegen Bruststechen beim Kardiologen und beim Lungenfacharzt. Kein Befund.
Jetzt war ich bein Ortopähden, der hat mir ein paar Wirbel eingeränkt und meinte das das Stechen davon kam. Das ist nun 2 Tage her, meine Schmerzen in der Brust sind jetzt noch intensiver als vorher. Ist das normal von den Muskeln her und legt sich das, oder kann es sein das der Ortophäde was kaputt gemacht hat.
Kann eigentlich wenn ein Herz-Echo gemacht wurde eine Herzkrankheit 100% ausgeschlossen werden? Oder raten Sie mir zu einer Herz-CT?

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Olaf Stephan (Profil ansehen)

Sehr geehrter Fragender,

auf Grund der von Ihnen gemachten Angaben über Ihre Beschwerden und Krankheitsverlauf kann ich leider auch nur Vermutungen äußern. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit möglich, dass Ihre Beschwerden vertebragen (also von der Wirbelsäule ausgehend) bedingt sind, je nach Sitz der Wirbelsäulenblockade strahlen die Schmerzen dann entlang der Zwischenrippennerven in die gesamte Hälfte des Brustkorbes und der Schulter aus. Nach einer Manualtherapie (Einrenken der Wirbel) können die Beschwerden noch einige Tage anhalten, sollten dann aber geringer werden, u. U. sind auch mehrere manualtherapeutische Sitzungen oder Physiotherapie nötig, um endgültige Schmerzfreiheit zu erzielen. Empfehlenswert ist auch eine Röntgenuntersuchung der entsprechenden Abschnitte der Wirbelsäule, um das evtl. Ausmaß z. B. degenerativer Veränderungen zu erkennen. In einem Herz-Echo kann man gut die Funktion der Herzklappen und die Pumpleistung des Muskels erkennen, eine koronare Herzerkrankung mit Sicherheit ausschließen kann man mit dieser Untersuchung nicht, dazu bedarf es anderer Tests. Ein Herz-CT ist eine mit Kontrastmittel durchgeführte Schichtröntgenuntersuchung des Herzens, da es eine relativ neue Untersuchungsmethode ist, wird sie bislang noch relativ selten angewendet, man kann aber mit guter Sicherheit die Beschaffenheit der Herzkranzgefäße beurteilen, eine andere, häufiger angewendete Untersuchung ist die angiographische Darstellung der Herzkranzgefäße mittels Herzkatheter, bei evtl. zu findenden Verengungen kann dann in der gleichen Sitzung therapeutisch eingegriffen werden. Ob eine Herzerkrankung bei Ihnen wahrscheinlich ist hängt von vielen Faktoren ab wie z. B. Alter, Geschlecht, Risikofaktoren, Familienanamnese und Vorerkrankungen, ggf. sollten Sie sich doch noch einmal bei Kardiologen bezüglich weiterer Diagnostik vorstellen. Ich hoffe, dass ich Ihnen etwas weiter helfen konnte, mit freundlichen Grüßen O. Stephan.
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