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Kategorie: Plastische Chirugie

Frage: Rausch nach Fettabsaugung

Gefragt am 13.03.2011 20:25 Uhr | Einsatz: € 12,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1032

Hallo,
ich habe ich direkt einen Tag nach einer Fettabsaugung an Bauch und Hüfte sehr viel Alkohol getrunken und geraucht. Ich hatte zum Glück keine Probleme, wie Nachbluten, Blutergüsse, etc. Kann dieser einmalig starke und verfrühte Alkoholgenuss dass endgültige Ergebniss der OP negativ beeinflussen?

Gruß

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Antwort

Beantwortet von Uni-Arzt Torben C. Müller (Profil ansehen)

Sehr geehrte Fragender,

eigentlich beeinflusst der Alkoholgenuss am Tag danach das Op-Ergebnis nicht wirklich. Es sei denn Sie sind betrunken gegen die Narben gestossen und ein Faden wäre aufgegangen o.ä.
Die Narkotika die sie für die OP erhalten haben sind in der Regel bereits aus Ihrem Körper verschwunden, d. h. verstoffwechselt(abgebaut),

Rauchen kann natürlich theoretisch wenn Sie es weiter machen, zu einer verzögerten Wundheilung führen und somit das OP-Ergebnis verschlechtern.

Alkohol in Maßen konsumiert verschlechtert in der Regel auch kein Op-Ergebnis,
auch hier kann ein Übermaß zur Schwächung des Immunsystems und zur Verschlechterung der Wundheilung führen.

Das Fett ist ja nun entfernt, somit geht es nur um die postoperative Wundheilung, und diese kann man natürlich durch eine gesunde Lebensweise unterstützen, d.h. aber nicht im Umkehrschluss, dass bei jedem Operierten der danach trinkt und raucht automatisch Komplikationen auftreten.

Also primär Entwarnung, machen SIe sich keine Sorgen, sollte dennoch etwas auftreten so kontaktieren Sie einen Chirurgen. Ich denke Sie müssen sowieso die Tage zur Wundkontrolle, aber aus ihrer SChilderung heraus sehe ich, das vorerst keine Probleme.


DIese Antwort kann nur auf die Punkte eingehen, die Sie geschildert haben, sie kann kein persönliches Gespräch oder eine ärztliche Untersuchung ersetzen.


Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute

T.C. Müller

P.S. falls Sie noch rückfragen habe, gerne stellen.

Nachfrage
Sehr geehrter Herr Dr. Müller,

ich bedanke mich zunächst für Ihre schnelle und ausführliche Antwort.

Eine Nachfrage noch zu Ihrer Schilderung:

Ich hatte während des Rausches keine Stürze oder sonstigen äußerlichen Einwirkungen auf den operierten Bereich. Alkohol/Rauchen werde ich nun für 2 Wochen reduzieren bzw. einstellen.
Besorgt war ich, da ich mal gelesen hatte, dass der Alkoholgenuss zum vermehrten Einlauf von Lymphflüssigkeit in die mit der Kanüle gestochenen Kanäle führt und diese dann nicht ablaufen kann. Ist da etwas dran?
Wenn nein, kann ich davon ausgehen, dass dieser Vorfall unüberlegt und riskant war (leider mein Geburtstag), ich aber glücklicherweise von keiner negativen Einwirkung auf das spätere Ergebnis ausgehen kann?

Ich bedanke mich auch für das Beantworten der Nachfrage und verbleibe mit freundlichen Grüßen!

Rückantwort
Ja wenn Sie keine traumatischen Ereignisse während Ihrer Party hatten, ist es höchst unwahrscheinlich, dass es zu einer negativen Auswirkung auf das OP-Ergebnis kommt.
Das Lymphsystem ist sehr komplex aber, dass es wegen eines einmaligen Alk-Exzesses zu einer Lymphanschwemmung im OP-Gebiet käme, habe ich jetzt noch nie gehört.

Ich denke, dass es keinen Einfluss geben wird. Sie wissen theoretisch kann man nie etwas ausschliessen, aber in der Medizin gilt "Häufiges ist häufig", daher würde ich mir keine weitergehenden Sorgen machen, gemütlich zur Wundkontrolle marschieren und alles wird gut;-)

In dem Sinne, nachträglich alles Gute zum Geburtstag


Mit freundlichen Grüssen


T.C. Müller

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