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Kategorie: Orthopädie

Frage: Schmerzen in der linken Leiste

Gefragt am 12.12.2010 18:30 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1076

hallo,habe seit über einem jahr druckschmerzen in der linken leiste,auf gürtelebene.schmerz bleibt an einer stelle,strahlt aber manchmal bis zum linken hoden aus.der schmerz ist nicht durchgehend da,sondern nur nach belastung durch schwer heben oder falsche bewegungen.das problem ist,ich war bereits bei zwei hausärzten sowie orthopäden und sogar im ambulanten chirurgie zentrum.mein hausarzt meint es wäre ein leistenbruch,der chirurg schloss dies jedoch durch ertasten aus.ich wurde schon zweimal eingeränkt und bekam eine spritze in den rücken.die schmerzen kehrten aber nach einer woche zurück.ich würde die schmerzen als brennenden ziehenden schmerz beschreiben,wie ein sehr intensiver langanhaltender muskelkater,der aber nicht mehr verschwindet.wäre nett wenn irgend jemand eine idee hätte was das sein könnte.

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Ive Schaaf (Profil ansehen)

Hallo,

das ist ja nicht so einfach und die Schwierigkeiten fangen schon bei der "Gürtelebene" an, die liegt bei mir nämlich deutlich höher als die Leiste, bei meinen Kindern allerdings nicht...
Korrigieren Sie mich also, wenn ich von falschen Voraussetzungen ausgehe.

Die Leiste zieht vom vorderen Beckenkamm (ist gut tastbar, steht bei schlanken Menschen raus, bei sehr Schlanken hängt dort der Gürtel drauf, kennen Sie?) zur Peniswurzel. Wenn hier belastungsabhängige Schmerzen auftreten, ist in der Tat als erstes an einen Leistenbruch zu denken. Den gibt es in zwei Formen (direkt /indirekt), aber immer mit Vorwölbung beim Pressen. Schmerzen muss der Leistenbruch nicht machen, kann er aber. Die Beschreibung Ihrer Schmerzen würde grundsätzlich schon passen.

Wenn die Schmerzen hier sind und man geht davon aus, dass die Chirurgen sich richtig (=gegen Leistenbruch) entschieden haben, käme der Samenstrang und/oder der begleitende Nerv als Ursache der Schmerzen in Frage. Um das abzuklären, wäre ein Besuch beim Urologen zu empfehlen.

Was ein wenig irritiert, ist Ihre Angabe, dass es nach einer Spritze in den Rücken eine Woche lange gut war (richtig verstanden?). Das würde nämlich fast beweisen, dass es sich um ein Problem der Wirbelsäule handelt, während der Rest Ihrer Schilderung mehr zu einem Problem im Bereich der Leiste passt.

Mein Vorschlag: Versuchen Sie es mit einer doppelten Strategie. Sowohl konservative Behandlung der Wirbelsäule, das kann der Hausarzt oder der Orthopäde veranlassen, als auch parallel Abklärung der Leiste durch den Urologen. Zusätzlich würden Schmerzmittel sehr rasch Ihren Beschwerden entgegen wirken.

Sollte das alles nicht zum Erfolg führen, wäre auch noch daran zu denken, dass Hüftveränderungen solche Problem machen können.

Gute Besserung - Dr. Schaaf
___________________________
Bitte berücksichtigen Sie, dass die Beratung im Internet eine persönliche ärztliche Beratung und Untersuchung nicht ersetzen kann.

Nachfrage
hallo,danke für die schnelle antwort.ich hatte mit meinem chirurgen nur das folgende problem: ich wurde beim ersten besuch eingeränkt + spritze in den rücken.danach war der schmerz 5-6 tage verschwunden, kehrte dann aber schlimmer zurück.dies erzählte ich meinem chirurgen der mich daruaf wieder einränkte und mir wieder eine spritze gab.schmerzen kamen wieder.er konnte mir keine klare aussage geben was ich in zukunft gegen diese schmerzen tun sollte.ich war in dieser zeit mittlerweile bei 4 verschiedenen ärzten von denen mir keiner helfen konnte.sie schoben mich hin und her.wie gesagt mein hausarzt meinte einen leistenbruch beim husten gefühlt zu haben, der chirurg meinte das ist es auf keinen fall.ich lebe mittlerweile 1 jahr mit diesen schmerzen,kann nichts mehr richtig heben, da ich sonst 4 stunden später nicht mal mehr aufrecht sitzen kann.ich weiß langsam nicht mehr was ich machen soll. werde aber auf ihren rat hören und es nochmal bei anderen ärtzten außerhalb von ansbach probieren.gruß oliver beyerlein

Rückantwort
Das halte ich für eine gute Idee. Angesichts der widersprüchlichen Vorbefunde wird eine "zweite Meinung" am ehesten weiter helfen.

mfg Dr. Schaaf

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