Kategorie: Orthopädie |
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Frage: Knochenmarködem Talus |
| Gefragt am 15.03.2011 15:32 Uhr | Einsatz: € 15,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1135 |
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Bewertung: 5,0 (von 5 Sternen)
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Beantwortet von Christian Klein (Profil ansehen)
Guten Abend,
Ihr Sohn hatte ein Umknicktrauma des oberen Sprunggelenkes, wobei es durch die Stellung des Fußes und die nach außen einwirkenden Drehkräfte zum typischen Verletzungsmuster gekommen ist. Einmal ist die äußere Gelenkkapsel und das am häufigsten betroffene vordere Außenband verletzt worden, zum anderen sind durch die Wucht die Gelenkpartner im oberen Sprunggelenk, also der gelenkseitige Teil des Unterschenkels und des Sprungbeins aufeinandergeprallt. Daraus resultierte zum Glück kein Bruch, sondern "nur" ein Knochenmarködem oder "bone bruise", welches man sich als einen Bluterguß im betroffenen Knorpel- /Knochenanteil vorstellen kann. Im Kernspin ist diese Region in einer bestimmten Einstellung als leuchtender Fleck zu sehen, da es durch den Aufprall zu einer Flüssigkeitseinlagerung gekommen ist. Zur Behandlung kann man sagen, dass die getroffenen Maßnahmen helfen können, die Heilungszeit zu verkürzen, einen eindeutigen Beweis gibt es wohl nicht. Ein gerissenes LFTA sollte bei Instabilität im Schubladentest mit einer stabilisierenden Bandage für ca. 6 Wochen versorgt werden. Allerdings weiß man, dass Knochenmarködeme sehr hartnäckig sein können und bis zu 3 Monaten Schmerzen bei bestimmten Bewegungen verursachen können. Ein Kontroll-Kernspin in 4 Wochen ist sinnvoll, um eine Rückbildung des Ödems feststellen zu können. Aber manchmal "leuchtet" es im Kernspin auch nach 3 Monaten noch. Insgesamt ist die Prognose sicher sehr gut und die volle Sportfähigkeit sollte in 6-8 oder auch 8-12 Wochen erreicht werden. Selten machen eine Schleimhautentzündung im Gelenk oder leichte Vernarbungen im Gelenk durch den Bluterguß solche Restbeschwerden, dass als letzte Maßnahme eine Arthroskopie notwendig werden könnte. Ich empfehle eine Fortsetzung der begonnenen Behandlung und nach 6 Wochen eine schmerzabhängige Vollbelastung. Gruß, Dr. Ch. Klein
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