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Kategorie: Orthopädie

Frage: Hüfte und Rücken

Gefragt am 28.11.2011 11:39 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1033

Habe seit 3 Jahren eine kaputte Hüfte und nun fangen auch die Bandscheiben an zu schmerzen sodass ich meine ichreche am unteren Rücken ab.
Habe keine Krankenversicherung mehr bin 62 Jahre alt und frage obs denn Spritzen gegen die Schmerzen geben würde?

Nehme zur Zeit 2 x Dicol 75 und evtl. 2 x Paracetamol 500

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Kathrin Hamann (Profil ansehen)

Guten Tag,

durch die lange andauernden Hüftbeschwerden kann sich eine Schonhaltung verfestigen, die zu einer Schädigung der Wirbelsäule und einer vorzeitigen Spondylarthrose, aber auch Bandscheibenvorfällen führen kann.
Eine effektive Schmerztherapie ist sinnvoll und im akuten Stadium auch erforderlich. Doch leider beseitigt dies nicht die Ursache, weder die Arthrose in den Hüftgelenken noch in den kleinen Wirbelgelenken oder gar eines Bandscheibenvorfalls.
Schmerzspritzen sind immer auch nur von begrenzter Dauer. Paracetamol macht über einen längeren Zeitraum Leberschäden. Diclofenac und Iburpofen greifen die Magenschleimhaut an und können eine Nierenfunktionsschwäche verursachen.
Deswegen ist von einer dauerhaften Schmerzbehandlung Abstand zu nehmen, wenn die Ursache nicht behoben wird.

Es gibt gut verträgliche, aber abhängig machende Schmerzmittel aus der Opioidgruppe: Tramadol, Targin oder Fentanyl (als Tropfen, Retardtabletten oder Pflaster). Diese wirken exzellent, fallen jedoch unter das Betäubungsmittelgesetz und sind verschreibungspflichtig, können körperlich abhängig machen und Verstopfungen auslösen.

Besprechen sie dies bitte konkret mit ihrem Hausarzt, da sie diese Mittel auf ein BTM-Rezept verordnet bekommen müssen.

Alles Gute!

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