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Kategorie: Neurologie / Nervenheilkunde

Frage: Testosteron und DHEA Mangel?

Gefragt am 09.08.2009 20:08 Uhr | Einsatz: € 11,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1124

Guten Tag,

ich habe seit einigen Monaten folgende Symptome:

Lustlosigkeit
Energieverlust
Müdigkeit

Diese Symptome kamen bei mir von heut auf morgen. Die Symptome sind zum ende letzten Jahres stark gewesen und jetzt sind sie auch noch da aber nicht mehr so ausgeprägt. Da ich keinen Erklärung für mein Leiden fand suchte ich meinen Hausarzt auf. Der machte ein Blutbild aber die werte waren in ordnung. Auch eine darauffolgende Überweisung zum Arzt für innere Medizin wegen des Verdachtes das meine Schilddrüse eine Über oder Unterfunktion hat bestätigte sich nicht. Daraufhin fragte ich meinen HA ob ich was an der Nerven hätte. Er sagte nein wenn das von alleine kam geht es auch wieder weg. Da ich die Symptome aber immer noch hatte habe ich selbstständig einen Hormontest im Internet gemacht. Aus dem Ergebnis kamen folgende Werte:

DHEA: 119,1 pg/ml
Testosteron: 86,9 pg/ml
Cortisol 1: 9,4 pg/ml
Cortisol 2: 4,7 pg/ml
Cortisol 3: 2,8 pg/ml

Die Cortisol Proben habe ich jeweils Morgens, Mittags und Abends durchgeführt. Mir wurde gesagt das mein DHEA und Testosteron Wert extrem niedrig seien und das daraufhin zurückzuführen sei.

Meine Frage lautet wenn das stimmen sollte wie bekomm ich meine Werte wieder auf normal niveau? Ich trau mich nicht zu meinem HA zu gehen weil er ja anderer Meinung war. Was könnte ich jetzt tun? Mir Testosteron besorgen damit es mir wieder besser geht? Ich bin Männlich und 24 Jahre alt.

Vielen Dank und viele Grüße

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Susanne Plotz (Profil ansehen)

Sehr geehrter Fragende,

zunächst kann ich gut verstehen, dass Sie sich Sorgen machen und daher auch Ihren Schritt, selbst etwas zu unternehmen, um die Ursache für Ihre Beschwerden heraus zu finden.
Die Normalwerte der untersuchten Substanzen sind natürlich von Labor zu Labor unterschiedlich, die Werte für DHEA werden überdies zumeist in pg (Picogramm) angegeben.
Was mich zunächst verwundert: das DHEA wird üblicherweise im Blut bestimmt. Wie sind Sie denn an eine Blutprobe gekommen?
Weiterhin ist es in der Tat so, dass in einigen Studien ein Zusammenhang zwischen einem niedrigen DHEA Wert und Anzeichen einer Depression festgestellt werden konnte (vergleiche z.B. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17109944?ordinalpos=1&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_DefaultReportPanel.Pubmed_RVDocSum).
Aber aus meiner Sicht sind Untersuchungen und Werte immer nur zusätzliche Möglichkeiten, um eine Diagnose zu unterstützen, aber nicht, um daraus eine Diagnose zu machen.
Ich rate Ihnen daher dringend, sich mit Ihrem Arzt in Verbindung zu setzen und mit ihm Ihre Sorgen zu besprechen. Es ist dabei wichtig, dass Sie sich dort gut aufgehoben und verstanden fühlen mit Ihren Beschwerden.
Fernerhin möchte ich dringend von einer Selbstmedikation abraten. Bitte besorgen Sie sich keine Hormone oder Ersatzpräparate. Aus den vorliegenden Zahlen können Sie keine sichere Diagnose ableiten und im ungünstigsten Falle dem Körper Schaden zufügen.
Also nochmal mein Appell an dieser Stelle: bitte setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung und fordern Sie weitere Untersuchungen ein!
Auch eine Überweisung zu einem Neurologen /Psychiater würde ich in diesem Rahmen für sinnvoll halten.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und sende Ihnen
herzliche Grüße,
Ihre Susanne Plotz

Nachfrage
Vielen Dank für die Information.

Ich habe diesen Test anhand einer Speichelprobe durchgeführt. Mir wurde gesagt dies sei viel genauer als durch eine Blutuntersuchung. Nach ein paar Tagen wurde mir das Ergebnis schriftlich mitgeteilt. Ich hatte die Symptome noch nie in meinem Leben. Auch aus meiner Familie hat dies keiner.Hängt es vielleicht damit zusammen das ich meine Arbeit verlor. Weil zu dem Zeitpunkt waren die Symptome am stärksten. Jetzt wo ich wieder arbeite sind sie zwar immer noch da aber nicht mehr so stark. Kann es damit etwas zu tun haben? Sind die Werte denn Ihrer Meinung nach in ordnung oder zu tief?

Ich habe gelesen das man Testosteron nur auf Rezept bekommt. Ist das richtig oder gibt es ein Medikament für DHEA und Testosteron (rezeptfrei)?

Vielen Dank

Antwort:

Lieber Fragende,

entschuldigen Sie bitte die verzögerte Antwort, hier hatte sich wohl der Fehlerteufel eingeschlichen. Zu Ihrer Nachfrage:

Natürlich können die Symptome mit dem Verlust Ihrer Arbeit zusammen hängen. Wenn andere Ursachen ausgeschlossen worden sind, ist das sogar das Wahrscheinlichste. Ein Verlust des Arbeitsplatzes geht meistens mit Sorgen, Nöten und Ängsten einher und das schlägt sich natürlich auch auf die Stimmung nieder.

Zu den Normalwerten: wie bereits beschrieben haben die Labors unterschiedliche Untersuchungsmethoden, woraus sich unterschiedliche Norm-Werte ergeben. Bei einer seriösen Untersuchung ist immer eine Normwerttabelle dabei, das heißt es stehen die Werte mit auf dem Ergebnisblatt, die eigentlich normal wären.

Einige Ihrer Werte sind in anderen Einheiten als den Üblichen angegeben. Anbei einige Normalwerte, die aber wie gesagt unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Methoden der Labors gesehen werden müssen.

Testosteron gesamt im Blut: bei Männern unter 40 Jahren: 4-10 ng/ml (ng= Nanogramm, ml = Milliliter)

Testosteron im Speichel: in Ihrer Altersklasse (20-29 Jahre): 42-145 pg/ml (und damit normal bei Ihnen!)

DHEA im Blut: altersabhängig zwischen 1,5-8,0 ng/ml

DHEA im Speichel: (20-29 Jahre): 137-336 pg/ml (damit in diesem Falle leicht erniedrigt)

freies Cortisol im Urin: 20-180 mg/24 Stunden

Cortisol im Speichel:

8:00 – 10:00 Uhr: < 9.8 µg/l

14:00 – 15:30 Uhr: < 5.4 µg/l

gegen Mitternacht: < 2.0 µg/l




Die genannten Hormone bekommen Sie nicht ohne Rezept. Dies ist aber auch gut so, denn dann könnten Sie eigenmächtig in den Hormonhaushalt Ihres Körpers eingreifen und damit unter Umständen schwere Schäden anrichten. Diese Art von Behandlung gehört immer (also: immer!) in die Hände eines spezialisierten Arztes.

Ich wünsche Ihnen Alles Gute und sende Ihnen herzliche Grüße

Ihre Susanne Plotz

Rückantwort
Sehr geehrter Fragesteller,

bitte entschuldigen Sie die Verzögerung. Beachten Sie jedoch, dass nach Bewertung einer Antwort aus technischen Gründen eine Beantwortung einer Nachfrage nicht mehr möglich ist. Die Frage ist nach Abgabe der Bewertung geschlossen und für mich nicht mehr bearbeitbar.

Nun aber zur Nachfrage:

Zunächst können Sie, wenn Ihre Mieter die Miete wegen der neu entstehenden Arbeiten mindern - was rechtlich durchaus möglich ist - in Höhe der Minderung den ursprünglich beauftragten Handwerker in Anspruch nehmen. Dies wäre ein Schadensersatzanspruch.

Da der ursprünglich beauftragte Handwerker wohl eine Nacherfüllung verweigert, können Sie die Kosten, die durch einen anderen Handwerker mehr entstehen, vom ursprünglich Beauftragten als sog. Aufwendungsersatz fordern. Begrenzt ist der Aufwendungsersatz durch die Erforderlichkeit: Sie können nicht die Kosten des teuersten anderen möglichen Handwerkers geltend machen, sondern nach zumubarer Erkundigung die - wenn auch höheren Kosten - eines anderen Handwerkers, desssen Vergütung im Mittel dessen liegt, was entsprechende Handwerker am Markt für die vorzunehmende Arbeit verlangen. Im Übrigen müssen Sie auch nicht akzeptieren, dass der alte Handwerker die Fliesen aus und alles andere, was er gefertigt hat, entfernt, denn dies ist keine Nacherfüllung.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Scholz

--
Andreas Scholz
- Rechtsanwalt -
Luisenstraße 4
78464 Konstanz
Fon: 07531 8020647
Fax: 07531 8020645

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