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Kategorie: Neurologie / Nervenheilkunde

Frage: Gehirntumor ??

Gefragt am 18.03.2010 11:28 Uhr | Einsatz: € 30,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1024

Vor ca. 3 Wochen habe so einen Druck auf den Ohren bekommen. Danach hatte ich so ein Dröhnen (Brummen) im linken Ohr. Die ganze Nacht brummte und brummte es. Bin dann am nächsten Tage in die Notaufnahme, wo natürlich nichts gemacht werden konnte. Am nächsten Tage zum HNO. Der testete vieles. mehrere Hörtest, auch diesen Hörtest für das Akustikusneurinom, alles O.K. sagte er. Das Brummen wurde auch besser, aber ca. ne Woche später bekam ich Nackenschmerzen, Schulterschmerzen bis in den Arm. Seit letztem Sonntag habe ich nun Kopfschmerzen im Bereich der Stirn und in der Mitte oben. Mehr so ein Druck. Täglich. Im linken Arm und Bein manchmal so eine Art einschlafen oder Kribbeln, manchmal auch leicht auf der rechten Seite. Das Brummen habe ich fast gar nicht mehr, dafür meine ich einen sehr sehr hohen (fiepen) Ton zu hören, welcher aber eigentlich nicht stört. Nachts ist es eigentlich am Besten.

Habe ich einen Hirntumor ??

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Olaf Stephan (Profil ansehen)

Sehr geehrter Fragender,

aus der Schilderung Ihrer Beschwerden ist zunächst nichts zu entnehmen, was vordergründig auf das Vorliegen eines Hirntumors hinweist. Am ehesten scheint mir ein komplexes Problem aus dem HNO-Bereich vorzuliegen. Sie haben seit ca. drei Wochen wechselnde Ohrgeräusche, die mehr oder weniger ständig vorhanden sind, das nennt man Tinnitus. Je frühzeitiger hier eine Therapie einsetzt, desto günstiger sind die Langzeiterfolge. Mit technischen Mitteln kann man diese Ohrgeräusche nicht objektivieren, einzig die Schilderung des Patienten ist hier wegweisend, jedoch sollte zunächst eine vollständige HNO-ärztliche Untersuchung ggf. mit Röntgen der Nasennebenhöhlen erfolgen. Die Symptomatik im Schulter-Nacken-Bereich läßt in erster Linie an ein vertebragenes (also von der Halswirbelsäule ausgehendes Problem) denken, hier kann es durchaus infolge von Nervenirritationen zu Gefühlsstörungen im Bereich der Arme und Hände kommen, auch eine Vergesellschaftung mit Kopfschmerzen ist nicht ungewöhnlich. Allerdings lassen sich diese Diagnosen allein aus der Schilderung der Beschwerden nicht ableiten, hier ist immer unbedingt eine körperliche Untersuchung und ggf. apparative Diagnostik (hier z.B. Röntgen) erforderlich, die in der Regel durch den Hausarzt erfolgen kann. Wie gesagt, sind Ihre Beschwerden nicht unbedingt typisch für einen Hirntumor, wenn Sie allerdings dahingehend Befürchtungen haben, so kann ein MRT des Kopfes (erfolgt auch ohne Strahlenbelastung oder Röntgenkontrastmittel) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Tumorleiden im Bereich des Kopfes ausschließen. Ihr Hausarzt kann Sie dazu jederzeit an eine entsprechend ausgerüstete radiologische Praxis überweisen und wird Sie mit Sicherheit gerne beraten.

Mit freundlichen Grüßen O. Stephan

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