Kategorie: Neurologie / Nervenheilkunde |
|---|
Frage: Demenz |
| Gefragt am 13.05.2010 19:53 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1029 |
|
Bewertung: 4,7 (von 5 Sternen)
Guten Abend Weitere Fragen zum Thema "Neurologie / Nervenheilkunde" lesen! |
Klicken Sie hier und fragen Sie einen Arzt zum Thema Neurologie / Nervenheilkunde!
| Antwort |
|---|
|
Beantwortet von Dr. med. Olaf Stephan (Profil ansehen)
Sehr geehrte Fragende,
in der Tat, ein Krampfanfall, insbesondere beim älteren Patienten kann diverse Ursachen haben; u. a. Dehydratation (Austrocknung), fieberhafter Infekt, Medikamente (z. B. Theophyllin, Chinolone), Stoffwechsel- bzw. Elektrolytstörung, cerebrale Durchblutungsstörung, apoplektischer Insult oder auch Hirntumor. Letztere Diagnosen kann man gut in der Computertomographie des Schädels mit Kontrastmittel feststellen, hierunter fällt auch die von Ihnen o.g. Differentialdiagnose des Meningeoms. Die alleinige Auslösung eines Krampfanfalls durch eine Demenz i. S. der Alzheimerdemenz erscheint dagegen recht unwahrscheinlich. Welche der genannten Diagnosen bei Ihrem Vater zutreffend waren, bzw. welche Untersuchungen durchgeführt wurden, müssen Sie allerdings mit der behandelnden Klinik klären, es steht auf alle Fälle auch im Abschlussbericht (Epikrise) des stationären Aufenthalts, hier können Sie auf jeden Fall über den Hausarzt Einsicht in die Unterlagen nehmen. Sollte Ihr Vater in der nächsten Zeit ohne weitere Krampfanfälle sein, und sollten keine organischen Ursachen vorliegen, ist zunächst eine prophylaktische antikonvulsive Behandlung nicht angezeigt. Bei wiederholten Anfällen bzw. hirnorganischem Befund sollte eine Krampfprophylaxe (z. B. mit Carbamazepin) evtl. in Absprache mit einem Neurologen erfolgen. Vorboten für Krampfanfälle gibt es nicht, der Krampf kommt plötzlich und endet in der Regel nach zwei Minuten (auch ohne Therapie). Auf jeden Fall sollte jedoch beim älteren Menschen auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr (ca. 1,5 bis 2 Liter pro Tag) geachtet werden, des weiteren sollten fieberhafte Infekte frühzeitig erkannt und adäquat behandelt werden. Ich wünsche Ihrem Vater gute Besserung, mit freundlichen Grüßen O. Stephan. Weitere Fragen zum Thema "Neurologie / Nervenheilkunde" lesen! |
Klicken Sie hier und fragen Sie einen Arzt zum Thema Neurologie / Nervenheilkunde!
| Bewertung | ||
|---|---|---|
| 1. Wie hilfreich war die Antwort des Arztes? |
|
5,0 |
| 2. Wie bewerten Sie die Reaktionszeit des Arztes? |
|
4,0 |
| 3. Wie empfehlenswert ist der Arzt? |
|
5,0 |
