| Kategorie: Neurologie / Nervenheilkunde |
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| Frage: Angst vor MS |
| Einsatz: € 15,00 |
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Beantwortet von Dr. med. Olaf Stephan (Profil ansehen)
Sehr geehrter Fragender,
leider kann ich Ihnen trotz Ihrer ausfürlichen Schilderung der Krankheitssymptomatik und des Verlaufes auch keine definitive Diagnose sagen. Das bunte neurologische Bild sowie die von ihnen beschriebene Hirnstammsymptomatik lassen schon differentialdiagnostisch u. a. schon an eine multiple Sklerose denken. In der Klinik ist allerdings eine umfassende Diagnostik durch geführt worden. In Ihrem Fall ist damit eine Vielzahl von neurologischen Erkrankungen ausgeschlossen worden, insbesondere erscheint das Vorliegen einer MS sehr unwahrscheinlich. Gerade das MRT sowie evozierte Potentiale und die Liquorpunktion besitzen einen extrem hohen Stellenwert bei der Diagnosestellung der MS und sind hier auch sehr spezifisch. Wenn die Krankheit symptomatisch wird, findet man in der Regel auch Veränderungen im MRT. Auch wurde das MRT bei Ihnen mehrfach durchgeführt u. a. auch unter Einschluss des Hirnstammes. Sie haben recht mit der Annahme, das es Manifestationen der MS im Rückenmark gibt, diese kann man auch im MRT erkennen, allerdings entspricht das nicht der von Ihnen beschriebenen Symptomatik. Außerdem hat sich Ihr Krankheitsgeschehen offenbar ohne spezifische Therapie von selbst zurück gebildet, so dass auch der Verlauf nicht für eine Multiple Sklerose spricht. Es liegt hier wohl wirklich am ehesten ein parainfektöses neurologisches Geschehen vor, die bei Ihnen noch vorhandenen Nervenschmerzen können als Restzustand noch eine Weile bleiben. Insgesamt erscheint auch das Vorliegen einer MS bei Ihnen sehr unwahrscheinlich, da es aber in der Medizin selten eine endgültige Sicherheit gibt, sind regelmäßige neurologische Kontrollen angeraten, ggf. muss bei erneuter Symtomatik nochmals eine gründliche Diagnostik mittels MRT (hier ergibt sich keine Strahlenbelastung für Sie) und evozierter Potentiale erfolgen. Mit freundlichen Grüßen O. Stephan |
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