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Ständige Übelkeit - ist es wirklich NUR die Psyche?

Gefragt am 03.02.2018
12:15 Uhr | Einsatz: € 50,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 188

 

Guten Tag,

ich wende mich heute mit einem sehr ernsthaften Problem an Sie.

Ich leide seit ca. 6 Monaten an einer ständigen Übelkeit. Diese ständige Übelkeit möchte ich gerne erklären. Viele Menschen verstehen unter ständiger Übelkeit, dass Ihnen immer mal wieder übel ist. Eine unpassende Definition. Mir ist wirklich tagtäglich übel, ich habe nur sehr, sehr selten Phasen, in denen es mir für einen kurzen Zeitraum - 1-2 Stunden - gut geht.

Alles begann bei einem Grillabend. Zusammen mit meiner Familie wurde gegrillt, aber bereits beim vorletzten Bissen war mir irgendwie übel. Ich dachte ich hätte zuviel gegessen, ich habe mir eine Zigarette angemacht und abgewartet. Die Übelkeit wurde aber immer schlimmer, ich bekam Schweißausbrüche und rannte zur Toilette. Ich war wirklich GANZ kurz davor mich zu übergeben, habe es aber nicht. Am Tag darauf hatte ich noch immer ein flaues Gefühl im Magen, übel war mir allerdings kaum noch. Ich beschränkte mich auf leichte Kost wie Zwieback, Knäckebrot, Tee.

Eine Woche hielt dieses Gefühl an. Am Freitag ging ich mit Freunden auf ein Stadt Fest, ich blieb bei Wasser weil ich meinem Magen einfach mal eine Auszeit gönnen wollte, bereits auf dem Weg nach Hause merkte ich wieder eine leichte Übelkeit, die am nächsten Tag allerdings wieder verschwunden war. Am Abend vor dem PC ereilte mich plötzlich wieder - von jetzt auf Gleich - starke Übelkeit, so stark, dass ich erneut kurz davor war mich zu übergeben. Das ist allerdings wieder nicht passiert.

Ich möchte dazu sagen, dass ich das "Erbrechen" als solches schon immer verabscheut habe. Seit ich denken kann, hatte ich immer Angst davor. Es war für mich schon immer ein furchtbar ekelhafter und belastender "Prozess". Ich kann mich daran erinnern, dass ich als Kind Süßigkeiten gezählt habe, weil ich mir auf Grund der Menge einmal den Magen damit verdorben habe. Ich kann mich erinnern, dass ich als pubertierender Teenager keinen Alkohol getrunken habe, aus Angst mir könnte davon übel werden. Ich hatte Angst davor, mir war aber NICHT ÜBEL! Allerdings verflogen diese Sorgen im Laufe der Zeit. Ich schlug häufiger mal über die Strenge, habe das gegessen worauf ich Lust hatte, begann zu rauchen und diese Gedanken verfolgten mich überhaupt nicht mehr.

Nun, seit 6 Monaten sind diese Gedanken aber wieder da und sie werden irgendwie immer "dichter". Um die oben angefangene Geschichte fortzuführen:

Ich ging zu meinem Hausarzt. Eine Odyssee begann. Zuerst wurde eine Gastritis diagnostiziert (nur per Anamnese) aber es wurde nicht besser. Mit der Zeit kamen dann noch Druckbeschwerden im Oberbauch hinzu. Sodbrennen habe ich immer mal wieder, allerdings kein starkes und das hatte ich auch bereits vor dieser Symptomatik. Nun wollten mein Doc und ich etwas genauer nachforschen:

Magenspiegelung: Negativ! Nichts gefunden. Eine abgeheilte Gastritis wurde allerdings vermutet und daher wurde noch einmal separat auf helicobacter getestet, auch wenn die biopsien negativ waren)
Stuhltest: Ohne Befund
Bluttest: Ohne Befund
Urintest: Ohne Befund
Ultraschall: Ohne Befund
Abdomen vom Oberbauch: Ohne Befund

Die Übelkeit verlagerte sich immer mehr von "an bestimmten Tagen" auf "tagtäglich". Neuerdings empfinde ich ab und an noch so ein ja "entzündetes" Gefühl im Magen. Als würde die Magensäure gerade noch saurer sein?! Komisch zu erklären. Mich begleitet tagtäglich Übelkeit, mal weniger ausgeprägt, mal mehr, mal mit heftigen Attacken.

Es ist unabhängig von:

-Mahlzeiten. Ich beobachte ab und an sogar eher, dass es nach den Mahlzeiten etwas besser ist
- Situationen. Egal ob ich im Büro, unterwegs oder zu Hause auf der Couch bin.
- Gedankenstruktur: Egal ob ich gerade an etwas schöne denke oder an diese doofe Übelkeit

Was habe ich medikamentös bekommen?
- MCP, Domperidon (zuletzt ALLES ohne Wirkung)
- Citalopram (Keine Wirkung)
- Doxepin (leichte Verbesserung am ersten Einnahme Tag, Beschwerden sind aber rezidiv)

Ich war schon bei einer Gesprächstherapie, die in 2 Stunden eine Angststörung und eine somatoforme Störung festgestellt hat und mir angeraten hat eine Psychotherapie in Angriff zu nehmen. Allerdings wissen bestimmt auch Sie wie das so mit den Behandlungsplätzen ist.

Was ist sonst bei mir vorgefallen:
- Mein Vater ist vor 3 Jahren verstorben
- Neuer Job (der mir aber sehr viel Freude macht)
- Sehr schmerzhafte Trennung meiner Ex. Eher gesagt ERNEUTE Trennung. Einige ungeklärte Sachen, habe mich - war vor ca. 8 Monaten - sehr benutzt, besser gesagt ausgenutzt gefühlt. Ein kleines Kind - die ich mittlerweile als meine eigene Tochter ansehe (ist sie aber nicht) spielt da auch noch mit. Dennoch hatten wir uns schon mal getrennt, da habe ich GANZ anders reagiert. Partys, Alkohol, viele verschiedene Frauen.

Generell habe ich zu der Zeit einen sehr ungesunden Lebenstil geführt. VIEL Kaffee, viele Zigaretten, Alkohol, sehr ungesundes Essen (Fast Food, Convienence etc.)

So!

Heute ist es so, dass ich mich auf der Arbeit wirklich quäle. Ab und an ist es so schlimm, dass ich insgesamt sicherlich eine Stunde oder länger auf der Toilette verbringe weil mir wirklich so speiübel ist. Ich gehe ungerne vor die Tür, erst gestern bin ich Abends zu einer Wohnungsbesichtigung gegangen. Mir war schon den ganzen Tag übel, dachte mir aber "Das ziehst du jetzt durch". Plötzlich wurde mir wieder so schlecht, dass ich dachte ich müsste mich jeden Moment übergeben, ich wollte aus der Situation flüchten, habe mich aber gezwungen drin zu bleiben. Heute bin ich zum Sehtest gefahren und es wurde auch dort plötzlich wieder sehr viel schlimmer. Das Gefühl begleitet mich dann noch ca. 1-2 Stunden, bevor es wieder leicht abnimmt.

Mittlerweile habe ich definitiv Angst vor Übelkeit.Das war allerdings - denke ich nicht der Auslöser. Nun weiß ich einfach nicht weiter und erbitte einen fachmännischen Rat.

P.S. Mein HA wollte mich selbst mal ins KH schicken, Chefarzt meinte aber bei der Aufnahme (spezialisiert im Magen Darm Bereich) das alle wichtigen Tests erst gemacht wurden und man dort nicht wiklich mehr machen würde. Er würde eine Funktionsstörung für sehr wahrscheinlich halten und hat mich erstmal nicht aufgenommen.

Fragesteller Fragesteller Gefragt am 03.02.2018
12:15 Uhr
Dr. med. Frauke Gehring Dr. med. Frauke Gehring Beantwortet am 03.02.2018
14:45 Uhr

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Beantwortet am 03.02.2018 14:45 Uhr | Einsatz: € 50,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 188

Antwort von Dr. med. Frauke Gehring (Frage zu Innere Medizin)

Guten Tag,

Es gibt sicher psychologische Ursachen, die zu dieser Übelkeit beitragen können, aber sie scheint mir doch arg extrem. Auch ihr plötzlicher Beginn und die mangelnde Besserung unter Antidepressiva passt nicht recht zu einer psychischen Ursache ...



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