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Kategorie: Innere Medizin

Frage: Nierenproblem Gewichtsabnahme Kaliumwert

Gefragt am 19.08.2010 21:21 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1039

Mutter im Alter von 73 Jahren hat das schwerwiegende Problem, dass sich der Gesundheitszustand seit einem dreiviertel Jahr verschlechtert, insbesondere mit einer stetigen Gewichtsabnahme auf nun 40 Kilo, 7 Liter Wasser verloren und Krankenhaus ITS-Station, nun das Problem, dass der Körper den Kaliumwert nicht stabil hält, sondern zu wenig hat. Körper ist nicht in der Lage das Kalium zu halten. Deshalb seit 2 Wochen Infusion stationär erhält, aber sich nichts bessert. Haben Sie eine Idee, welche Ursachen es haben kann, warum der Körper das Kalium nicht behält?
Vielen Dank!

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Olaf Stephan (Profil ansehen)

Sehr geehrter Fragender,

bei der von Ihnen angegebenen Gewichtsabnahme auf 40 kg und dem schlechten Allgemeinzustand ist davon auszugehen, dass bei Ihrer Mutter auch der Appetit und die Nahrungsaufnahme stark vermindert sind, insofern ist der Kaliummangel schon erklärlich, da der menschliche Körper täglich relativ viel Kalium über die Nahrung aufnehmen muss. Auch ist der Kaliumgehalt der einzelnen Nahrungsmittel sehr unterschiedlich, sehr viel Kalium ist z. B. in Reis und Bananen enthalten, so kann man bereits über die Ernährung den Kaliumbestand des Körpers gut beeinflussen. Eine gewisse Menge Kalium wird täglich wieder über den Urin ausgeschieden, diese Menge ist u. a. auch von dem Funktionszustand der Nieren abhängig. Andererseits führen einige Medikamente, die zu einer vermehrten Flüssigkeitsausscheidung über die Nieren benutzt werden (sog. Diuretika = harntreibende Mittel) auch zu einer stark vermehrten Ausscheidung von Kalium über den Urin, es ist anzunehmen, dass diese Medikamente auch bei Ihrer Mutter eingesetzt wurden, da sie ja 7 Liter Wasser verloren hat.
Therapeutisch kann man jetzt einerseits über die Nahrung (es gibt auch diverse Medikament, die größere Mengen an Kalium enthalten, Kaliumtabletten) oder intravenös dem Körper Kalium in konzentrierter Form zuführen, und andererseits die Medikamente reduzieren oder absetzen, die dem Körper vermehrt Kalium entziehen (es gibt auch kaliumsparende Diuretika). Bis sich der Kaliumbestand des Körpers dann wieder normalisiert hat, kann es jedoch einige Zeit dauern. Da Ihre Mutter derzeitig stationär behandelt wird, gehe ich davon aus, dass alle o.g. Möglichkeiten bereits von den im Krankenhaus tätigen Ärzten berücksichtigt und angewendet werden. Außerdem ist es im Krankenhaus gut möglich, das Kalium als Laborwert des öfteren zu kontrollieren. Mit freundlichen Grüßen O. Stephan.

Nachfrage
Guten Tag, Dr. Stephan,
vielen Dank für Ihre Antwort. Bei der Fragestellung ist mir leider ein Fehler unterlaufen. Es handelt sich nicht um Kaliummangel, sondern Natriummangel. Wenn Sie bitte die Frage noch einmal im Blick auf den Natriummangel beantworten könnten, das wäre sehr freundlich. Es wird über den Urin zuviel Natrium ausgeschieden, der Körper behält zu wenig.
Es stimmt, der Appetit ist sehr vermindert und keine Gewichtszunahme spürbar, eher noch eine Abnahme. Gibt es Nahrungsmittel, die man bei einem schlechten Allgemeinzustand zu sich nehmen kann, die einen hohen Natriumanteil haben?
Vielen Dank und freundliche Grüße.

Rückantwort
Sehr geehrter Fragender,

in Bezug auf den Natriummangel gilt im Prinzip ähnliches wie für den Kaliummangel, der Natriumbestand des Körpers wird über Natriumchlorid (also Kochsalz) reguliert, es gibt hierfür spezielle Infusionslösungen aber auch Natriumchloridtabletten. Wenn zuviel Natrium im Urin ausgeschieden wird, kann das durch eine Störung der Nierenfunktion aber auch durch bestimmte hormonelle Störungen oder durch Medikamente hervorgerufen werden.
Mit freundlichen Grüßen O. Stephan.

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