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Kategorie: Innere Medizin

Frage: Herzstolpern

Gefragt am 04.09.2010 17:33 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1027

Habe seit etwa 3 Wochen spürbares Herzstolpern.
Ich spüre dabei wie das Herz eine kurze pause einlegt und danach wieder regelmässig pumpt.
Dabei gibt es aber keine Brustschmerzen oder Atem-
schwierigkeiten.
Hatte vor etwa 5-6 Jahren schon mal das gleiche Problem.
Mit Ekg (Belastung) Langzeit EKG.
Kein genauer Befund .Danach ging es selber wieder weg.
Ich bin relativ schlank.68,0 kg. 1,88 m gross.
Morbus Chron Patient.
Nehme seit einem halben Jahr Cortisonhaltige Medikamente.
z.Zeit 5 mg am Tag.
Bin Kaufmann von Beruf .Ab und zu stressig.
Aber Ich denke Ich kann gut mit Stress umgehen.
Kann es sein das auch etwas aufs Herz drückt wie
Flüssigkeit oder vom Darm her?
Weiss keinen Rat?

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Antwort

Beantwortet von Dr. med. Olaf Stephan (Profil ansehen)

Sehr geehrter Fragender,

es gibt eine ganze Reihe verschiedener Herzrhythmusstörungen, die entweder vom Patienten bemerkt oder nicht bemerkt werden. Die Palette reicht hier von harmlosen Palpitationen (hier besteht nur das subjektive Gefühl des Herzschlages) über harmlose einzelne Extraschläge (Extrasystolen) bis hin zu komplexen und gefährlichen Rhythmusstörungen. Eine Art von Ferndiagnose ist hier leider nicht möglich, man müßte einmal oder ggf. auch wiederholt ein 24-Stunden-Speicher-EKG anfertigen, um die Art der Herzrhythmusstörung zu identifizieren. Ohne Kenntnis des EKGs bleibt alles nur Spekulation. Das Speicher-EKG kann vom Hausarzt oder einem Facharzt für Kardiologie angefertigt werden. Ggf. sollte auch eine Ergometrie auf dem Fahrrad durchgeführt werden, um zu sehen, ob die Rhythmusstörungen unter Belastung verschwinden oder durch die Belastung erst provoziert werden, letzteres wäre eindeutig als pathologisch zu bewerten. Es kann natürlich auch sein, dass Ihre Beschwerden stressassoziert sind, auch ein Kalium- oder Magnesiummangel, der im Rahmen Ihrer Grunderkrankung (M. Crohn) durchaus vorstellbar wäre, kann Rhythmusstörungen des Herzens hervorrufen, auch hier wären weitere Untersuchungen (Labor) angebracht, dass Flüssigkeit auf das Herz drückt erscheint unwahrscheinlich und würde sich auch durch eine andere Symptomatik äußern. Herzrhythmusstörungen sind auch keine eigentliche Nebenwirkung einer Kortisontherapie. Es ist Ihnen also zu raten, den Hausarzt oder einen Kardiologen aufzusuchen, um eine definitive Abklärung zu erreichen. Mit freundlichen Grüßen O. Stephan.

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