Kategorie: Innere Medizin |
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Frage: Grapefruitkernextrakt mit Paracetamol |
| Gefragt am 02.01.2012 14:02 Uhr | Einsatz: € 10,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1034 |
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Beantwortet von Dr. med. Kathrin Hamann (Profil ansehen)
Sehr geehrter Fragesteller,
ich möchte sie beruhigen. Die Einnahme von Grapefruitkernextrakten insbesondere aber das Trinken von Grapefruitsaft ist bei bestimmten Medikamenten nicht ratsam. Die aktiven Stoffe in der Grapefruit und auch im Grapefruitextrakt greifen sehr stark in den Leberstoffwechsel ein. Das Enzym Cytochrom P 450 wird in seiner Aktivität gehemmt. Da dieses Enzym wiederum zuständig ist für den Abbau und Stoffwechsel verschiedener Medikamente, können durch diese Hemmung lebensgefährliche Über- oder Unterdosierungen entstehen. Davon betroffen Bluttfettsenker, Herz- und Blutdruckmittel, pilzwirksame Stoffe, Zytostatika, Immunsuppressiva und Hormone. Das Paracetamol gehört nicht dazu. Ein Abbaumetabolit des Paracetamols wird über das Cytochrom P450 verstoffwechselt. Ist dieses System gestört, wird der weitere Weg durch das Glutathion abgefangen und einer weiteren Entsorgung zugeführt. Glutathion ist in der Leber nur begrenzt verfügbar, da jedoch die Paracetamoleinnahme einmalig war, ist davon auszugehen, dass ihr Glutathiongehalt ausreicht, alle relevanten Metaboliten abzubauen. Machen sie sich bitte keine Sorgen, ganz sicher gehen sie mit einer Kontrolle der Leberwerte in 14 Tagen. Übrigens habe ich hier noch einen interessanten Link für sie über die Grapfruitwirkung: http://www.candida-info.de/medikamente/grapefruitkernextrakt-gke/#Grapefruits_und_Medikamente Alles Gute und ein gesundes neues Jahr. Ihre Dr. K. Hamann
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