Kategorie: Innere Medizin |
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Frage: Axiale Zwerchfell-Hernie |
| Gefragt am 19.06.2011 18:20 Uhr | Einsatz: € 20,00 | Status: Beantwortet | Aufrufe: 1036 |
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Bewertung: 4,7 (von 5 Sternen)
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Beantwortet von Uni-Arzt Torben C. Müller (Profil ansehen)
Lieber Fragender;
grundsätzlich ist Ihr Medikament ein sehr sicheres und gutes Mittel mit relativ wenigen nebenwirkungen, zumindest in der Kurzzeittherapie. Die lebenslange Einahme von PPI (das ist die Medikamentengruppe zu denen auch Omeprazol gehört) kann jedoch zu folgendem führen: 1. PPI-Abhängikeit; d.h. wenn Sie das Präparat absetzen kommt es zusätzlich zu Ihrem anatomischen Problem, der axialen Zwerchfell-hernie noch zu einem Säureproblem im Magen. Die Belegzellen produzieren dann überschüssig viel Säure, was Ihre Refluxproblematik noch weiter verschärfen würde- 2. Einige Menschen reagieren mit Leberenzymerhöhungen, was für mikroschäden der Leber spricht. (Deshalb regelmaessige kontrolle der Leberwerte) 3. Eine DAuertherapie scheint Einfluss auf Nahrungsmittelallergien zu haben; diese scheinen verstärkt unt PPI-Dauertherapie aufzutreten. 4. Es gibt wohl eine Auswrkung auf den Knochenstoffwechsel; kann die Osteoporose Neigung verstärken. 5. Es gibt das Risiko, dass sich Bakterien in ihrem Magen ansiedeln, da nur noch wenig Säure da ist. Dies kann im schlimmsten Fall zu einer chronischen Magenschleimhautentzündung führen. Die langfristigen Nebenwirkungen sind aber noch in Erforschung, d.h. die Liste kann noch länger werden. Durch die bei Ihnen bestehende Hernie gelangt Säure in den OEsophagus(also die Speiseröhre) dies kann zu den von Ihnen beschr. Symptomen führen. Langfristig besteht ein erhöhtes KREBS-Risiko, weshalb die Behandlung richtig und sinnvoll ist. Da Sie noch sehr jung sind würde ich Ihnen wohl ebenfalls zu einer operativen Intervention raten. Auch eine Operation birgt ein einmaliges Risko, doch wenn Sie ansonsten jung und gesund sind werden Sie die operation sowie die Narkose bestens vertragen und überstehen. Wenn bei Ihnen sonst noch gravierende Vorerkrankungen vorliegen, so teilen Sie mir dies gerne in eine Rückanbtwort mit. Insbesondere Rauchen und Alkoholgenuss fördern die Säurebildung zusätzlich, ebenfalls Kaffee und stark koffeinierte Enrgydrinks. Zudem können Fruchtsäfte die Säureproduktion beeinflussen. Dies wären Faktoren die Sie noch zusätzlich berücksichtigen können. Ich wünsche alles Gute Herzlichst T.C. Müller
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